Kampagnenstart

Kinderschutzbund – „Kinder haben Armut nicht gewählt"

Ein Mädchen springt in die Luft, ein Junge sitzt auf dem Boden
Bild: pexels.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Der Kinderschutzbund appelliert an alle Parteien, sich nachhaltig für ein Ende der Kinderarmut einzusetzen. Die wahlkämpfenden Parteien und besonders eine zukünftige Regierungskoalition muss sich am Umgang mit der Kinderarmut in Deutschland messen lassen.

Derzeit lebt in Deutschland mehr als jedes fünfte Kind in Armut – ein Zustand, der für den Kinderschutzbund nicht hinnehmbar ist. Es gibt eine politische Lösung für das Ende der Kinderarmut:

„Eine Kindergrundsicherung wäre finanzierbar und würde für fairere Startbedingungen im Leben der Kinder sorgen“, so Heinz Hilgers, Präsident des Kinderschutzbunds. „Im Wahlkampf und bei der Regierungsbildung wird sich zeigen, wie ernst es den Parteien mit der Kinderarmutsbekämpfung ist“, mahnt Hilgers.

Schon jetzt fällt auf: Im Wahlprogramm von CDU/CSU werden weder die Kinderarmut noch geeignete Vorschläge zur Überwindung dieser erwähnt.

„Wir hätten uns bei so einem wichtigen Thema mehr Engagement gewünscht“, sagt Daniel Grein, Bundesgeschäftsführer des Kinderschutzbunds.

„Kinder haben Armut nicht gewählt“ – Kampagne während Wahlkampf und Weltkindertag

Der Kinderschutzbund fordert neben einer echten Kindergrundsicherung ein Investitionsprogramm „Kinder-Infrastruktur vor Ort“ aufzulegen, um Angebote für Kinder und Jugendliche in ihrem Lebensumfeld zu stärken. Während des Wahlkampfs und zum Weltkindertag am 20. September will der Kinderschutzbund unter dem Motto „Kinder haben Armut nicht gewählt“ an vielen Stellen auf die Situation der Kinder in Armut aufmerksam machen.

„Kein Kind hat es sich ausgesucht in armen Verhältnissen aufzuwachsen. Wir dürfen als Gesellschaft nicht zulassen, dass Kinder Opfer von Umständen bleiben, an denen sie jedenfalls nicht schuld sind“, betont Heinz Hilgers.

Quelle: Deutscher Kinderschutzbund vom 01.07.2021