Kinder- und Jugendpolitik / Bildungspolitik

Juniorwahl-Countdown: Über 24.000 Jugendliche können nächste Woche ihre Stimme abgeben

Schülerinnen und Schüler stehen an der Wahlurne an.
Bild: © Juniorwahl 2017

Vom 18. bis 22. September geben über eine Million Schülerinnen und Schüler bei der Juniorwahl parallel zur Bundestagswahl in 3.000 Schulen deutschlandweit ihre Stimme ab. Das Projekt läuft seit 1999 und zielt darauf ab, die jungen Menschen über praktische Erfahrungen an demokratische Prozesse heranzuführen und sie zur aktiven Teilhabe zu motivieren.

Noch eine Woche, dann ist es soweit: Von Montag bis Freitag gehen über eine Million Schülerinnen und Schüler an die Wahlurnen und geben ihre Stimme bei der Juniorwahl ab. Insgesamt machen 71 Schulen in Bremen und Bremerhaven bei der diesjährigen Juniorwahl parallel zur Bundestagswahl mit.

Bundesweit beteiligen sich 3.000 Schulen

Mit Unterstützung des Deutschen Bundestages, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Bremischen Bürgerschaft und der Senatorin für Kinder und Bildung wurde den Schulen von der Landeszentrale für politische Bildung die Teilnahme am Projekt zur politischen Bildung ermöglicht. Insgesamt beteiligen sich bundesweit über 3.000 Schulen und eine Million Schülerinnen und Schüler an der Juniorwahl 2017. Nach der inhaltlichen Vorbereitung im Unterricht, in der sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit dem Thema Wahlen und Demokratie auseinandergesetzt haben, können sie in der Juniorwahl-Woche erleben, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und wählen zu gehen.

Einüben von aktiver Teilhabe an demokratischen Prozessen

Dr. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung: „Ich freue mich sehr, dass so viele Schulen aus dem Bundesland Bremen mitmachen. Die Juniorwahl ist ein sehr wichtiges und mittlerweile etabliertes Projekt zur politischen Bildung. Das Einüben von praktischer Verantwortung bei der Stimmabgabe ist eine wichtige Grundlage für die aktive Teilhabe an demokratischen Prozessen. Und sie ist ein gutes Mittel, um Schülerinnen und Schüler mit einem in der Theorie eher trockenen Stoff zu erreichen. Das Thema Wahl wird ganz praktisch im Unterricht behandelt. Dazu gehören auch Podiumsdiskussionen mit Bundestagskandidaten. Demokratie wird erfahrbar und interessant. Wer wählt, entscheidet mit, verschafft sich und seinen Interessen Gehör und übernimmt Verantwortung. Nichtwähler überlassen Entscheidungen über die eigenen Angelegenheiten anderen.“

Hintergrund der Juniorwahl

Die Juniorwahl führt Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 7 unter anderem durch die Simulierung des Wahlvorgangs an die Prozesse der demokratischen Willensbildung heran und bereitet sie auf ihre eigene Beteiligung im politischen System der Bundesrepublik Deutschland vor.

Ziel der Juniorwahl ist das Üben und Erleben von Demokratie. Seit 1999 wird das Projekt bundesweit zu allen Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen durchgeführt. Seither haben sich mehr als 1,8 Millionen Jugendliche beteiligt – damit zählt die Juniorwahl zu den größten Schulprojekten in Deutschland.

Als Basis des Projekts wurden 2.500 Schulen durch den Deutschen Bundestag, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert. Zudem unterstützen im Land Bremen die Landeszentrale für politische Bildung, die Bremische Bürgerschaft und die Senatorin für Kinder und Bildung die Juniorwahl, damit sich alle weiterbildenden Schulen, die Interesse gezeigt haben, auch beteiligen konnten.

Das Wahlergebnis wird am Wahlsonntag, dem 24. September 2017 um 18.00 Uhr auf der Webseite www.juniorwahl.de veröffentlicht. Schirmherr der Juniorwahl 2017 parallel zur Bundestagswahl ist der Präsident des Deutschen Bundestages Prof. Dr. Norbert Lammert.

Quelle: Senat der Freien Hansestadt Bremen vom 11.09.2017