Kinder- und Jugendpolitik / Europa

Junge Menschen gestalten Europa mit: du »EUROPA» wir

Menschen sitzen an einem Tisch und arbeiten im Team an neuen Ideen
Bild: © rawpixel.com

Europa ist nicht einfach – Europa wird gestaltet: Von jungen Menschen. Der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) fragt deshalb danach, wie junge Menschen und Europa zueinander stehen. In einem 18-monatigen Prozess werden die gesammelten Ideen, Meinungen und Forderungen junger Menschen zum Thema „Junge Menschen in Europa“ gebündelt und diskutiert. Dafür sammelt der DBJR Material bis zum 17. September.

Es geht um Europa mitgestalten

Für viele junge Menschen ist Europa selbstverständlich, oder nicht? Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Aktuelle Entwicklungen wie der Brexit, die Flüchtlingsdebatte, zunehmender Nationalismus und erstarkender Populismus, aber auch die regelmäßig stattfindenden Demos „Pulse of Europe“ haben dafür gesorgt, dass die Diskussion um Europa auf Hochtouren läuft. Und eins ist klar geworden: Europa ist nicht einfach – Europa muss gestaltet werden: von DIR, von UNS.

Freizeit, Engagement, Reisen, Kultur, Umwelt, Liebe, Internet, Bildung, Arbeiten… Was das Leben junger Menschen betrifft, ist auch für Europa wichtig. Umgekehrt hat Europa zunehmend Einfluss auf das Leben junger Menschen.

Werkstatt MitWirkung

Der Werkstatt MitWirkung beim Deutschen Bundesjugendring geht es darum, wie junge Menschen und Europa zueinander stehen:

  • Welche Themen beschäftigten junge Menschen ganz konkret in ihrem Alltag, die auch für Jugendliche in anderen EU-Ländern wichtig sein könnten?
  •  Welche Bedeutung hat Europa für junge Menschen? Welche Bedeutung haben junge Menschen für Europa?
  • Wie engagieren junge Menschen sich für Europa? Wie machen sie Europa lebendig?
  • Was brauchen sie, um Europa mitgestalten zu können?

Die Werkstatt MitWirkung sammelt dafür Ideen, Meinungen und Forderungen junger Menschen.

Damit soll Jugendpolitik gestaltet werden

Was im Leben junger Menschen in Deutschland wichtig ist, geht möglicherweise auch andere junge Menschen in Europa an. In ganz Europa stehen junge Menschen vor Herausforderungen wie eine gute Ausbildung oder Arbeit zu finden, körperlich und geistig gesund zu sein oder sich in ihrem Umfeld einbringen zu können.

In Deutschland und in der Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten der EU ging es in der Jugendpolitik der vergangenen Jahre deshalb darum, die Lebenssituation junger Menschen zu verbessern. Jetzt ist es höchste Zeit nochmal darüber nachzudenken, wo es noch nicht läuft und was noch gebraucht wird.

Die  gesammelten Forderungen, Standpunkte und Meinungen junger Menschen werden von der Werkstatt MItWirkung gebündelt, diskutiert und dort eingebracht, wo sie etwas bewirken können: In die Erarbeitung einer EU-Jugendstrategie nach 2018 und die Weiterentwicklung der Themen der Jugendstrategie „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“.

Orientieren – Abstimmen – Einfluss nehmen

Das passiert in drei aufeinander aufbauenden Schritten. Insgesamt dauert der ganze Prozess eineinhalb Jahre:  Im ersten Schritt geht es ums Orientieren: Die Werkstatt MitWirkung sammelt Materialien zum Thema „Junge Menschen in Europa“, ermittelt, den aktuellen Stand zum Thema, stellt fest, welche Herausforderungen und Probleme es dabei womöglich gibt und welche Unterthemen eine Rolle spielen.

Im zweiten Schritt geht es darum, die Ergebnisse breit zu diskutieren, zu priorisieren und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln.

Im dritten Schritt werden die Ergebnisse in die politischen Prozesse in Deutschland und auf EU-Ebene eingebracht, eine erste Zwischenbilanz gezogen und die Ideen darufhin konkretisiert.

Beiträge sammeln

In Deutschland fanden und finden unzählige Aktivitäten von und mit jungen Menschen statt, bei denen es auch um das Thema „Junge Menschen in Europa“ geht: Projekte, Konferenzen, Seminare, Gruppenstunden, Dialoge mit Politiker/-innen, Workshops, BarCamps, Videos, Interviews, Umfragen, Studien usw. Die Werkstatt MitWirkung beim Deutschen Bundesjugendring sammelt Materialen zum Thema „Junge Menschen in Europa“ aus den letzten zwei Jahren. Fokus kann dabei zum einen das Verhältnis zwischen jungen Menschen und Europa sein und zum anderen welche Themen das Leben junger Menschen in Europa einer Rolle spielen.

Das Format der Beiträge kann so vielfältig sein wie die Aktivitäten: Videos, Fotoprotokolle, Blog-Beiträge, World-Café-Tischdecken werden ebenso gerne wie fertige Publikationen oder Dokumentationen angenommen.

Die Beiträge können bis 17. September 2017 an beteiligung@DontReadMedbjr.de gesendet werden. Weitere Informationen zum Prozess sind auf der Internetseite des DBJR zu finden.

Quelle: Deutscher Bundesjugendring

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