Kinder- und Jugendpolitik / Kinder- und Jugendarbeit

JugendPolitikTage 2017: Frei_Raum nutzen – Mit Kultureller Bildung Jugend ermöglichen

Ein Mädchen schaut mithilfe einer Räuberleiter über eine Mauer auf ein ländliches Gebiet
Bild: © luisamüller10 - Fotolia.com

Wie mit Kultureller Bildung Visionen für mehr Teilhabe und weniger Ungleichheit demokratisch entwickelt werden können – damit beschäftigte sich im Rahmen der JugendPolitikTage 2017 ein von jungen Freiwilligen gestaltetes Fachforum.

"Wie können wir gesellschaftliches Leben mitgestalten, so dass es mehr Gerechtigkeit gibt? Wem gehört der öffentliche Raum? Wie können wir ihn (anders) nutzen?" – Fragen wie diese standen im Mittelpunkt der Veranstaltung mit dem Titel "Frei_Raum nutzen" im Rahmen der JugendPolitikTage. Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) verantwortete diesen Beitrag zu den JugendPolitikTagen gemeinsam mit der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt. Das Forum wurde von Engagierten aus den Freiwilligendiensten Kultur und Bildung konzipiert und durchgeführt.

Visionen und Ideen für Interventionen und Beteiligungsformen

Daran teilgenommen haben Jugendliche aus ganz Deutschland. Mit künstlerischen und spielerischen Mitteln entwickelten sie gemeinsam Visionen und Ideen für Interventionen und Beteiligungsformen. Ihre Forderungen diskutierten die Jugendlichen zum Abschluss der JugendPolitikTage mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Caren Marks.

Konstantin, Freiwilliger im FSJ Kultur erläutert: "In verschiedenen AGs haben wir themenspezifische Forderungen an die Politik erarbeitet, die der Parlamentarischen Staatssekretärin Caren Marks anschließend in einem Forum präsentiert wurden. Unsere AG beschäftigte sich mit Fake News und Hate Speech, weshalb es in unseren Forderungen um die Stärkung von Medienkompetenz im Schulunterricht sowie um eine schärfere Strafverfolgung von Fake News und Hate Speech in sozialen Netzwerken geht."

"Wir fordern mehr Förderung und genau geklärte Zuständigkeiten für politische Bildung, um politische Bildung flächendeckend für alle Altersgruppen anbieten zu können", sagt Rebecca, Freiwillige im FSJ (Ganztags-)Schule. Veit, der sich im Rahmen eines FSJ Kultur engagiert, formuliert: "Wir fordern die Beibehaltung und Anerkennung des Doppelpasses, mehr Fördergelder für Programme zum internationalen Austausch und die Einführung von ‚free Interrail‘."

Erprobungs- und Möglichkeitsräume für junge Menschen

"Kulturelle Teilhabe und gerechte Bildungschancen für alle jungen Menschen in Deutschland – das ist das zentrale Ziel, für das die Akteure und Akteurinnen der Kulturellen Bildung in einem vielfältigen Netzwerk im ganzen Land stehen", sagt BKJ-Geschäftsführer Tom Braun. "Mit künstlerischen Arbeitsformen, mit Kultur und Spiel wollen wir Orte und Gelegenheiten schaffen, die für junge Menschen ‚Möglichkeitsräume‘ sind – Freiräume für Experimente und den Ernstfall zugleich. Wir freuen uns, dass die JugendPolitikTage jungen Menschen die Möglichkeit geben, den 15. Kinder- und Jugendbericht zu kommentieren. Denn Beteiligung funktioniert nur dann, wenn sie Kinder und Jugendliche ernst nimmt."

Die JugendPolitikTage sind ein Projekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und wurden gemeinsam mit der Jugendpresse Deutschland organisiert (siehe Berichterstattung). 450 Jugendliche aus ganz Deutschland haben daran teilgenommen. Sie haben mit jugendpolitischen Experter und Expertinnen u. a. über den 15. Kinder- und Jugendbericht diskutiert, der Anfang 2017 unter dem Titel "Zwischen Freiräumen, Familie, Ganztagsschule und virtuellen Welten – Persönlichkeitsentwicklung und Bildungsanspruch im Jugendalter" veröffentlicht worden ist.

Weitere Informationen

Quelle: Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) vom 08.05.2017

Info-Pool