Baden-Württemberg

Jugendhearing – Jugend im Lockdown

Ein Junge mit sehr kurzem Haar spricht mit aufgerissenem Mund in ein Studiomikrofon.
Bild: Free-Photos - pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Junge Menschen werden in der Corona-Pandemie oft nur als Schüler/-innen, oder als Besucher/-innen von Corona-Partys wahrgenommen. Meistens sind sie nur Gegenstand und selten Beteiligte der politischen und öffentlichen Diskussion um Jugend während Corona. Ein Jugendhearing in Baden-Württemberg am 15. Mai 2021 soll helfen, die Perspektiven von jungen Menschen hörbar zu machen.

Wie geht es jungen Menschen während der Pandemie? Was sind ihre Bedürfnisse, was sind ihre Sorgen? Ziel des Jugendhearings ist es, genau diese Perspektiven von jungen Menschen einzubringen. Es wird von der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg durchgeführt. Das Jugendhearing soll Raum für den Austausch untereinander bieten, aber die jungen Menschen werden auch die Chance haben, mit der Politik in den Austausch zu gehen: Der Sozial- und Integrationsminister Manfred Lucha wird sich die Zeit nehmen, mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen.

Teilnehmen am Jugendhearing können alle jungen Menschen zwischen 14 und 27 Jahren. Die Stimmen und Perspektiven von jungen Menschen zu hören und erst zu nehmen ist auch in Pandemie-Zeiten wichtig und darf nicht vergessen werden. Auf der offiziellen Webseite der Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung Baden Württemberg heißt es:

„Dabei ist klar: Die Pandemie betrifft uns alle, sie geht an niemandem spurlos vorbei. Deshalb brauchen wir Reflexions- und Resonanzräume: Um zu erzählen, was uns bedrückt; um loszuwerden, was uns stört; um Vorschläge zu machen, wie man es besser machen kann; kurz: um die Auswirkungen und Folgen der Pandemie gemeinsam zu verarbeiten. Einen solchen – natürlich digitalen – Raum bietet das Jugendhearing. Es gibt jungen Menschen Raum, um ihre Themen anzusprechen, für den persönlichen Erfahrungsaustausch, für politische Debatten und eine kreative Auseinandersetzung in künstlerischen Workshops mit der eigenen und der gesamtgesellschaftlichen Situation während und mit Corona.“ (Quelle: Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg)

Angebote für Fachkräfte vorab

Alle jungen Menschen in Baden-Württemberg sollen die Chance bekommen, ihre Stimme beim Jugendhearing hörbar zu machen. Daher haben Fachkräfte, insbesondere der offenen Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit, die Möglichkeit, sich vor dem 14. Mai gemeinsam mit jungen Menschen am Jugendhearing zu beteiligen. Die Fachkräfte sammeln hierzu die Statements der jungen Menschen und lassen diese dem Team des Jugendhearings zukommen. Das Jugendhearing-Team hat dafür eine Handreichung (PDF: 774 KB) entwickelt, die Fachkräften eine Orientierungshilfe bieten kann.

Fachkräfte haben außerdem die Möglichkeit sich am 04. Mai von 15-16 Uhr und am 05. Mai von 14-16 Uhr zu einem offenen Austausch via Zoom zu treffen. Für Jugendliche und junge Erwachsene findet ein solcher offener Austausch am 12. Mai von 14-16 Uhr statt. Für die Austauschtreffen ist keine Anmeldung notwendig.

Eckdaten zum Jugendhearing am 15. Mai 2021

Wer? 150 junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren.

Wann? Samstag, 15. Mai 2021, online, 12:30-18:00 Uhr mit dem Minister für Soziales und Integration Baden-Württemberg Manfred Lucha.

Anmeldung? Anmeldeschluss ist der 13. Mai 2021

Barrierefreiheit? Die Veranstaltung wird in die deutsche Gebärdensprache übersetzt. Das Veranstaltungsteam ermutigt dazu, sich bei weiteren Vorschlägen zur Umsetzung von Barrierefreiheit zu melden.

Das Jugendhearing wird von der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg durchgeführt. Weitere Informationen, unter anderem zur Anmeldung sowie zu den Zoom-Links für die offenen Austauschtreffen, finden sich auf der Webseite der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg.

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