Kinder- und Jugendpolitik / Europa

„Generation Europe“ meldet sich zu Wort – 30 Jugendeinrichtungen vernetzen sich

Gruppe Jugendlicher hält Hände in Peace-Zeichen zum Stern
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Vom 3. bis 8. Juli treffen sich Vertreterinnen und Vertreter von 30 Jugendeinrichtungen aus ganz Europa. Ziel ist es, ein neues europäisches Netzwerk zu initiieren, das unter dem Namen „Generation Europe“ junge Menschen zu politischem Handeln motiviert, um die Zivilgesellschaft in Europa zu stärken. In diesem Rahmen sind lokale Aktionspläne, Jugendbegegnungen und Partnerschaften geplant.

Die Demokratie in Europa war schon mal in besserer Verfassung: In vielen Ländern gewinnen undemokratische und rechtspopulistische Bewegungen an Zustimmung. Werte wie Freiheit, Demokratie und Respekt für die Menschenrechte werden immer wieder in Frage gestellt. Doch junge Menschen auf dem gesamten Kontinent nehmen das nicht unwidersprochen hin. Vom 3. bis 8. Juli treffen sich Vertreterinnen und Vertreter von 30 Jugendeinrichtungen aus 15 europäischen Ländern in Bielefeld, um ein neues internationales Netzwerk ins Leben zu rufen.

Gegenseitige Unterstützung – europaweit

Es ist ein ambitioniertes Vorhaben, auf das sich die Aktiven verständigt haben: In 30 europäischen Städten und Gemeinden wollen sie Probleme vor Ort identifizieren und lokale Aktionspläne erstellen. Dabei unterstützen sie sich gegenseitig – denn jede der beteiligten Jugendeinrichtungen hat eine Partnerschaft mit zwei anderen Mitgliedern des Generation-Europe-Netzwerks geschlossen. In dieser Konstellation arbeiten sie kontinuierlich über drei Jahre hinweg zusammen, organisieren gemeinsame Jugendbegegnungen, und tragen ihren Aktivismus auch auf die europäische Ebene.

Europa vor Ort praktisch mitgestalten

Möglich wird diese Vernetzung durch ein Förderprogramm des in Dortmund ansässigen Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks (IBB e.V.). „Wir freuen uns sehr, dass es endlich los geht“, sagt Elke Wegener, Geschäftsführerin des IBB e.V. „An diesem Netzwerk ist so vieles neu und spannend. Zusammen mit dem Verein politik-digital e.V. entwickeln wir gerade eine Online-Plattform nach dem Liquid-Democracy-Modell, über die sich die Jugendlichen aus den 15 Ländern nicht nur vernetzen können, sondern die ihnen auch bei demokratischen Entscheidungen im Netzwerk selbst hilft. In Methoden-Werkstätten werden die beteiligten Fachkräfte die Instrumente der europäischen Demokratiebildung weiterentwickeln. Bei unseren internationalen Treffen ermöglichen wir Begegnung und Austausch zwischen denen, die an der Basis in Jugendprojekten aktiv sind und denen, die in Europa für die Jugendpolitik verantwortlich sind. Gemeinsam senden die beteiligten Organisationen ein wichtiges Signal: Sie wollen Europa mitgestalten – ganz praktisch vor Ort, aber auch auf allen anderen Ebenen. Das werden wir mit allen Kräften unterstützen!“

Weitere Informationen

Weitere Infos zur Veranstaltung und dem Netzwerk gibt es auf der Webseite der Initiative.

Das erste internationale Treffen der an „Generation Europe“ beteiligten Jugendeinrichtungen findet vom 3. bis 8. Juli 2018 in der DJH Jugendherberge Bielefeld statt. Die Generation-Europe-Konferenz wird gefördert aus Mitteln des europäischen Programms Erasmus+ JUGEND in Aktion, des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Folgende Träger der Jugendarbeit aus Deutschland sind Teil des Generation-Europe-Netzwerks und nehmen an dem Treffen in Bielefeld teil: Jugendamt der Stadt Bochum, Alte Schule e.V. Buchholz, SJD – Die Falken Brandenburg, SJD – Die Falken Düsseldorf, ROOTS & ROUTES Cologne e.V., Stadt München, Kinder- und Jugendtreff ParkHaus Oberhausen, Mediencooperative Steinfurt e.V., Werkstatt im Kreis Unna, EJB Weimar. Die anderen Projektpartner kommen aus diesen europäischen Ländern: Belarus, Estland, Dänemark, Deutschland, Finnland, Griechenland, Italien, Litauen, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Tschechien, Ukraine, Ungarn.

Quelle: Internationales Bildungs- und Begegnungswerk e.V. vom 03.06.2018