Kinder- und Jugendpolitik / Kinder- und Jugendarbeit

Fachtag Jugendarmut – Ursachen, Folgen und Maßnahmen

Jugendlicher mit über den Kopf gezogenem Kapuzenpullover sitzt auf einer Mauer
Bild: photocase, french 03

Während über (Kinder-)Armut in Gesellschaft, Politik und Verwaltung zunehmend diskutiert wird, wird Jugendarmut als eigenständiges, separat zu betrachtendes Phänomen kaum wahrgenommen. Beim Fachtag am 19. September 2018 können sich Expert(inn)en und Multiplaktor(inn)en aus der Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit über Ursachen und Folgen sowie Maßnahmen gegen Jugendarmut austauschen.

Gerade für junge Menschen bedeutet Armut oft Verlust persönlicher Zukunftsperspektiven, sie verlieren das Vertrauen in die Gesellschaft und in sich selbst. Dabei sind sie ohnehin in einer Lebensphase mit entscheidenden Umbrüchen am Anfang ihres eigenständigen Lebensweges.

Stand der Jugendarmut und notwendige Maßnahmen

Über Jugendarmut im aktuellen gesellschaftspolitischen Diskurs wird Professor Dr. Christoph Butterwegge sprechen. Als Dozent war er an der Universität zu Köln (Humanwissenschaftliche Fakultät - Politikwissenschaft) beschäftigt, ist inzwischen erimitiert und beschäft sich weiter intensiv mit sozialen Fragen und als einer der wenigen Wissenschaftler explizit mit Jugendarmut. Ein weiterer Impuls nennt Zahlen und Fakten zum Stand der Jugendarmut in Deutschland. Den übernimmt Silke Starke-Uekermann von der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit. Außerdem kommt die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Kerstin Griese, zum Gespräch. Mit ihr diskutieren wir über notwendige Maßnahmen der Bundesregierung.

Themen der geplanten Workshops

Übergänge: Armutsrisiken zwischen Schule, Ausbildung und Beruf

  • Sarah Beierle, Deutsches Jugendinstitut (Schwerpunkt: Übergänge bei benachteiligten Jugendlichen)
  • Daniel Gimpel (Deutsche Gewerkschaftsjugend, Referent für Auszubildende, Berufliche Bildung und Kampagnenarbeit) – Moderation

Kann ich mir nicht leisten: Zum Umgang mit Armut und deren Folgen

  • Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit in Zusammenarbeit mit einer Organisation aus der Sozialen Arbeit (angefragt)

Solidarität erleben: Empowerment durch die Jugend(verbands)arbeit

  • Landesjugendwerk der AWO, NRW (angefragt)
  • Kerstin Stegemann, BDKJ NRW

Herausforderungen und Strategien

Die Abschlussdiskussion trägt den Titel „Armutskreislauf überwinden?!“. Als Gäste neben Kerstin Griese (siehe oben) wird Thomas Krützberg (Sozialdezernent Stadt Duisburg) mit uns diskutieren. Außerdem bringen sich Monika Frank (Abteilungsleitung und Leitung der Obersten Landesjugendbehörde der Freien Hansastadt Bremen) und Heike Moerland (Geschäftsfeldleitung Berufliche und soziale Integration, Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.) ein. Vorher geht es in Tischrunden mit Expert(inn)en aus Politik und Gesellschaft um Herausforderungen und Strategien zur Bekämpfung der Jugendarmut.

Der Fachtag ist am 19. September 2018 von 11 bis 17 Uhr in der Sportschule Wedau in Duisburg geplant. Er richtet sich an Expert(inn)en und Multiplaktor(inn)en aus dem Feld der Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit.

Weitere Informationen zum Fachtag und die Anmeldemöglichkeit finden sich auf der Webseite des Deutschen Bundesjugendrings.

Quelle: Deutscher Bundesjugendring vom 13.07.2018

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