Kinder- und Jugendpolitik / Sozialpolitik

Diakonie: Jugendliche brauchen Orientierung und Chancengerechtigkeit

Füße mit grünen Schuhen stehen neben vielen Pfeilen die in unterschiedliche Richtungen zeigen
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Junge Menschen brauchen oftmals noch bis Ende 20 Orientierung und Unterstützung. Und Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit sind die Basis für eine starke Demokratie. Darauf weist die Diakonie Deutschland im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des 15. Kinder- und Jugendberichts hin.

Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland zum Bericht über die Lebenssituation junger Menschen und die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland, dem 15. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung:

"Mit 18 Jahren sind junge Menschen volljährig, aber nicht unbedingt erwachsen. Es ist gut, dass die Bundesregierung mit diesem Bericht die 12- bis 27-Jährigen in den Blick nimmt. Viele junge Menschen brauchen noch bis Ende 20 Orientierung und Unterstützung. Dass der gelungene Übergang ins Erwachsenenalter, in Ausbildung und Arbeit noch immer erheblich von Geldbeutel und von der Lebenssituation der Eltern abhängt, ist nicht hinnehmbar. Wir brauchen eine eigenständige Jugendpolitik, die für Chancengerechtigkeit und für einen einfachen Zugang zu Bildungsangeboten, insbesondere für Benachteiligte, sorgt. Wir können es uns nicht leisten, dass 20 bis 25 Prozent der jungen Menschen in Deutschland sozial, politisch und ökonomisch abgehängt werden. Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit sind die Basis für eine starke Demokratie und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt."

Quelle: Diakonie Deutschland - Evangelischer Bundesverband vom 03.02.2017

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