Kinder- und Jugendpolitik / Kinderrechte

Deutscher Bundestag: Mehr Geld für Bildung und Kinderrechte

Die Bundesregierung sieht in der Förderung von Bildungschancen für Kinder und Jugendliche einen Schlüsselbereich der deutschen Entwicklungspolitik. Aus diesem Grund habe sie die bilateralen Bildungszusagen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert und die Beiträge zu multilateralen Organisationen erhöht.

Hierüber informierte die Bundesregierung in ihrer Antwort (Druckssache 19/8066, PDF, 452 KB) auf eine Kleine Anfrage (Drucksache 19/7251, PDF, 213 KB) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen unter der Überschrift „Weltweite Lage von Kindern – Kinderrechte im globalen Kontext“.

Förderung von Kinder- und Jugendrechten in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ)

In der Antwort der Bundesregierung heißt es: „Die Achtung, der Schutz und die Gewährleistung der Kinder- und Jugendrechte sind ein unverzichtbares Element unserer Außen- und Entwicklungspolitik. Dabei bilden die VN-Kinderrechtskonvention (VN-KRK) und die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung für die Bundesregierung den Referenzrahmen für die Verwirklichung von Kinderrechten in Deutschland und weltweit.

Die Bundesregierung sieht es als Herausforderung und Chance zugleich, dass 42 Prozent (rund 3,1 Milliarden Menschen) der Weltbevölkerung Kinder und Jugendliche bis 24 Jahre sind. Ein Großteil von ihnen lebt in Entwicklungsländern. Mit dem Aktionsplan des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) „Agents of Change – Kinder- und Jugendrechte in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (2017 bis 2019)“ stellt sich die Bundesregierung dieser Herausforderung.“

Mit der Verabschiedung des Aktionsplans „Agents of Change“ habe das BMZ im Jahr 2017 die gezielte Förderung von Kinder- und Jugendrechten in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) verankert. So solle das Potenzial der Kinder und Jugendlichen gezielt gefördert werden, um Entwicklung nachhaltig und inklusiv zu gestalten. Außerdem erarbeite die Bundesregierung derzeit eine gemeinsame Jugendstrategie.

„Für Kinder und Jugendliche ist der Zugang zu Bildung elementar, sowohl in Friedenszeiten als auch in Zeiten von Konflikten und humanitären Krisen“, schreibt die Bundesregierung. Eine zentrale Herausforderung sei die Tatsache, „dass noch immer 150 Millionen Kinder chronisch unterernährt und 50 Millionen Kinder akut unterernährt sind“.

Quelle: Deutscher Bundestag, hib – heute im bundestag Nr. 244 vom 07.03.2019

Info-Pool