Kinder- und Jugendpolitik / Sozialpolitik

Deutscher Bundestag: Kinderarmut in Thüringen

Kind im Bett hat die Decke über den Kopf gezogen
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Laut der Bundesregierung waren in Thüringen im Jahr 2016 rund 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen von Armut bedroht. Die Regierung betont in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD, dass Familien mit Sozialleistungsbezug oder mit geringen Einkommen von Kostenbeiträgen für die Kinderbetreuung relativ gesehen besonders stark belastet seien und diese deshalb von Gebühren entlastet werden sollten.

In Thüringen waren im Jahr 2016 rund 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen von Armut bedroht. Das geht aus der  Antwort (Drucksache 19/3206, PDF 107 KB) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (Drucksache 19/2852, PDF 107 KB) der AfD-Fraktion hervor.

Die Armutsrisikoquote ist eine statistische Maßgröße für die Einkommensverteilung. Sie liefert keine Information über individuelle Bedürftigkeit. Ihre Höhe hängt u.a. von der zugrundeliegenden Datenbasis, der Bezugsgröße (50 Prozent, 60 Prozent oder 70 Prozent des mittleren Einkommens) und der Gewichtung der Haushaltsmitglieder bei der  Bestimmung des Nettoäquivalenzeinkommens ab. Der Indikator ist insbesondere für Teilpopulationen sehr volatil und kann je nach Datenquelle unterschiedlich ausfallen.

Soweit regionalisierte und nach Alter und Haushaltstyp differenzierte Daten zur Armutsrisikoquote vorhanden sind, können diese einer Tabelle entnommen werden. Es zeigt sich der bekannte Sachverhalt, dass Alleinerziehende und Familien mit drei oder mehr Kindern, die insbesondere aufgrund ihrer familiären Rahmenbedingungen besondere Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt zu bewältigen haben, häufiger in den unteren Einkommensklassen vertreten sind.

Quelle: Deutscher Bundestag, hib – heute im bundestag Nr. 510 vom 12.07.2018

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