Kinder- und Jugendpolitik

"Dein erster EURES-Job": Deutschland hilft Jugendlichen aus Europa bei der Jobsuche

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Junge Menschen in Europa sollen schneller einen Job finden. Dazu startet die EU-Kommission heute die Pilotinitiative "Dein erster EURES-Job".

Sie unterstützt damit sowohl Jugendliche bei ihrer Suche nach einem Arbeitsplatz als auch Unternehmen bei der Anwerbung junger Arbeitnehmer aus ganz Europa. Zunächst nehmen die nationalen Arbeitsagenturen von Deutschland, Spanien, Dänemark und Portugal an dem Projekt teil. Die erste Phase, in der mindestens 5000 Jugendliche bis 2013 einen Job finden sollen, dient auch als Test für den Umbau des bisherigen Netzwerks nationaler Agenturen zu einer neuen gesamteuropäischen Arbeitsverwaltung.

"Das Pilotprojekt 'Dein erster EURES-Job' ist der erste Schritt in Richtung eines individueller gestalteten Arbeitsplatz-Vermittlungsservices, der Menschen helfen würde, in anderen europäischen Ländern einen Arbeitsplatz zu finden", sagte der zuständige EU-Kommissar László Andor. "Menschen mit bestimmten Qualifikationen zu helfen, in einem anderen Land, das diese Qualifikation benötigt, einen Arbeitsplatz zu finden, kann Teil der Bewältigung der europäischen Beschäftigungskrise sein."

Teilnehmen können junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren und Unternehmen aus allen EU-Mitgliedstaaten. Die Arbeitssuchenden können einen Zuschuss von bis zu 300 Euro für ein Bewerbungsgespräch im Ausland und eine Starthilfe von maximal 900 Euro bei der Aufnahme eines Jobs im Ausland erhalten. Kleine und mittlere Unternehmen können für jeden über das Projekt Neueingestellten eine Förderung von bis zu 900 Euro für Schulungen oder Sprachkurse beantragen. Der Arbeitsplatz muss in einem der EU-Mitgliedsstaaten liegen und eine vertragliche Mindestlaufzeit von sechs Monaten haben.

Welche Berufe in welchen Ländern besonders nachgefragt sind, zeigen das Informationssystem "Monitor für offene Stellen in Europa" und das Bulletin "Berufliche Mobilität", die die Kommission ebenfalls heute veröffentlich hat. Sie bieten einen Überblick über offene Stellen auf dem europäischen Arbeitsmarkt und zeigen, in welchen Branchen die größte Nachfrage besteht. Die meisten offenen Stellen gibt es derzeit für Finanzfachleute, Verkaufspersonal, Haushaltshilfen und Mitarbeiter in der Gastronomie.

Mehr Informationen in der vollständigen Pressemeldung und einem Hintergrundmemo in englischer Sprache.

Quelle: PM Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland vom 21.05.2012

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