Baden-Württemberg

Bündnis Wahlaltersenkung fordert Landtagswahlen ab 16

Eine junge Frau ruft fröhlich durch ihre Hände: Deine Stimme zählt!
Bild: © VRD - Fotolia.com

Im neuen Bündnis Wahlaltersenkung haben sich die Landesverbände der offenen, politischen und verbandlichen Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit in Baden-Württemberg zusammengeschlossen, um sich für das Wahlrecht junger Menschen einzusetzen.

Das Bündnis fordert eine Senkung des Wahlalters in Baden-Württemberg auf 16 Jahre. Auf kommunaler Ebene ist dies bereits seit 2014 gelebte Praxis, die Umsetzung auf Landeseben ist daher der nächste logische Schritt. Bei den Kommunalwahlen und Jugendwahlprojekten wie U18 zeigt sich, dass Jugendliche reif dafür sind.

In Baden-Württemberg dürfen breite Bevölkerungsteile nicht an Wahlen teilnehmen. Jugendliche verschaffen sich inzwischen in Initiativen wie Fridays for Future Gehör, da ihre Anliegen nicht ausreichend von der Landespolitik vertreten werden.

Mit dem anstehenden Landtagswahlkampf bietet sich die Gelegenheit, das Thema im Wahlkampf zu platzieren und die Parteien mit auf den Weg zu mehr Generationengerechtigkeit zu nehmen. Denn am Ende sind es die jungen Generationen, die mit den Entscheidungen der heutigen Politik leben müssen. Dass sie an diesen Entscheidungen nicht mitwirken dürfen, muss kritisch diskutiert werden.

Das Bündnis rechnet mit einer entsprechenden Änderung des Wahlrechts in der kommenden Legislaturperiode.

Generationengerechtigkeit schließt Wahlrecht für junge Menschen ein

„Wenn sich nichts ändert, wird in zehn Jahren fast die Hälfte der Wahlberechtigten bei uns über 60 Jahre alt sein. Von Generationengerechtigkeit kann spätestens dann keine Rede mehr sein.“ meint Pavlos Wacker, Landesvorsitzender der Jusos Baden-Württemberg.

Dem pflichtet auch Claudia Daferner, Mitglied im Vorstand des Landesjugendring Baden-Württemberg bei: „Solange junge Menschen nicht wählen dürfen, werden ihre Interessen auch nicht in den Wahlprogrammen der Parteien zu finden sein. Das muss sich ändern!“.

Tobias Müller, Vorsitzender der Baden-Württembergischen Sportjugend betont: „Junge Menschen übernehmen in unseren Vereinen und Verbänden jeden Tag Verantwortung für sich und andere. An der Wahlurne sollen sie dann aber nicht reif genug dafür sein. Das geht nicht zusammen.“

Das Bündnis setzt sich für eine breite gesellschaftliche Debatte ein und steht weiteren Organisationen offen.

Weitere Infos zum Bündnis Wahlaltersenkung: www.waehlen-mit-16.jetzt

Quelle: Landesjugendring Baden-Württemberg vom 14.09.2020

Info-Pool