Kinder- und Jugendpolitik / Kinder- und Jugendarbeit

Bayern: Zusätzliche Ferienangebote für Kinder und Jugendliche

Kinder spielen mit großen Seifenblasen auf einem öffentlichen Platz
Bild: Vita Marija Murenaite - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus koordiniert der Bayerische Jugendring (BJR) Angebote für Kinder und Jugendliche in den bayerischen Sommerferien, die sich an die Jahrgangsstufen 1 bis 6 richten. Damit sollen Eltern unterstützt werden, die ihren Jahresurlaub aufgrund der Betreuung der Kinder während der Corona-bedingten Schließungszeiten von Schulen bereits weitestgehend aufgebraucht haben. Der Freistaat Bayern stellt hierfür zusätzliche Fördermittel bereit.

Kultusminister Michael Piazolo und Matthias Fack, Präsident des Bayerischen Jugendrings (BJR), informierten am 26. Juni über ein freizeitpädagogisches Angebot für Schülerinnen und Schüler in den Sommerferien. Es richtet sich an Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 6.

Freie und kommunale Träger ermöglichen Freizeitaktivitäten

Kultusminister Michael Piazolo: „Es ist mir ein Anliegen, nach den aufreibenden letzten Monaten für die Familien ein Angebot mit aktiver Ferienbetreuung zu schaffen – dafür ist der BJR mit seiner Erfahrung und Professionalität der ideale Partner. Eltern können den Sommerferien nun viel entspannter entgegensehen. Und die Kinder können sich auf erlebnisreiche Ferienwochen freuen.“

Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Jugendring entlastet Eltern

„Kinder und Jugendliche brauchen in den Sommerferien gute Angebote – auch, um einen Ausgleich zu den belastenden Erfahrungen während der Corona-Pandemie zu schaffen“, so Matthias Fack. Denn von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie waren und sind Kinder und junge Menschen besonders betroffen. Nicht nur die täglichen sozialen Kontakte in der Schule entfielen, sondern auch die außerschulischen Freiräume wie etwa die Treffen in Kinder- und Jugendgruppen oder Besuche von Jugendtreffs. Das soziale Leben wurde im Wesentlichen auf die Familie und auf digitale Kontakte reduziert, die Ferienzeiten an Ostern und Pfingsten verbrachten viele Kinder im Rahmen von Notbetreuungen an der Schule.

Digitales Ferienportal des BJR

In Kooperation mit dem Kultusministerium hat der BJR ein digitales Ferienportal www.bjr.de/ferienportal freigeschaltet, auf dem interessierte Träger ihre Ferienangebote einstellen können.

Dort können sich Eltern in Kürze direkt informieren und dann unmittelbar auf die Träger zugehen, um ihr Kind für ein konkretes Ferienangebot anzumelden. „Wir haben über unsere Schulen eine bayernweite Bedarfsabfrage gestartet“, so Kultusminister Prof. Dr. Piazolo. „Damit können wir zeitnah detaillierte Angaben zu den Bedarfslagen an den einzelnen Schulstandorten übermitteln und bei einer regional besonders hohen Nachfrage mit der örtlichen Trägerlandschaft nach Lösungen suchen.“

Der BJR kann bei der Schaffung zusätzlicher Angebote auf Strukturen und auf die Expertise der Jugendarbeit zurückgreifen. „Wir haben die Wiederöffnung der Jugendarbeit in Bayern frühzeitig und verantwortungsbewusst begleitet und geben weiterhin Handlungssicherheit für die Träger“, versichert Fack.
 
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus vom 26.06.2020

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