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Familienpolitik

VAMV: Steuergerechtigkeit für alle Familien realisieren– Aufgabe der neuen Regierung!

Mutter und Sohn am Strand
Bild: sxc

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e. V. (VAMV) gratuliert der neuen Regierung, wünscht ihr Erfolg in der kommenden Legislaturperiode und freut sich besonders auf die Zusammenarbeit mit Manuela Schwesig als Familienministerin.

„Ein im Sinne der sozialen Gerechtigkeit und zur Reduzierung des Armutsrisikos immens wichtiges Vorhaben ist, Steuergerechtigkeit für Alleinerziehende umzusetzen. Wir begrüßen, dass die neue Regierung laut Koalitionsvertrag hier endlich für mehr Gerechtigkeit sorgen will“, betont Solveig Schuster, Vizevorsitzende des VAMV. Abzuwarten bleibt, wieviel Mut die neue Regierung aufbringen wird. „Angemessen ist eine Koppelung des Entlas¬tungsbetrags für Alleinerziehende an den steuerlichen Grundfreibetrag.“
 
„Alleinerziehende fühlen sich im Vergleich zu Ehepaaren in der Steuer zur Familie zweiter Klasse degradiert“, kritisiert Schuster. Zwar gibt es in der Steuerklasse II einen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende, allerdings stagniert dieser seit 2004 bei 1.308 Euro Absetzbetrag pro Jahr. Am Ende des Jahres kommen für Alleinerziehende maximal knapp 600 Euro raus, bei Ehepaaren durchs Splitting bis zu 15.000 Euro. Kaum nachzuvollziehen, bewältigen Alleinerziehende doch im Alltag allein, was sich ein Ehepaar teilt. Alleinerziehende und ihre Kinder haben zudem mit 43 Prozent das höchste Armutsrisiko aller Familienformen. „Allerdings ver¬langt der besondere Schutz von Ehe und Familie nach Art. 6 Abs. 1 GG keine Schlechterstellung von Alleinerziehenden“, macht Schuster deutlich.
 
Langfristig fordert der VAMV die Umgestaltung des bestehenden Steuer¬systems zu einer Individualbesteuerung und Förderung von Kindern durch eine Kindergrundsicherung. So lange es das Ehegattensplitting und keine eigenständige Absicherung der Kinder gibt, muss den Mehrbelastungen von Alleinerziehenden in der Steuerklasse II stärker Rechnung getragen werden. Der VAMV fordert eine Koppelung des Entlastungsbetrags für Al¬leinerziehende an den Grundfreibetrag. „Alleinerziehende wollen endlich von der Politik als gleichberechtigte Familienform anerkannt, wertgeschätzt und gefördert werden!“, betont Schuster.
 
Der VAMV hat seine Kampagne „UmSTEUERn – keine Familie II. KLASSE! Steuergerechtigkeit für Alleinerziehende!“ bis Ende April 2014 verlängert und sammelt weiter unter www.vamv.de Unterschriften.

Quelle: Verband alleinerziehender Mütter und Väter e. V. (VAMV) vom 17.12.2013