Familienpolitik

Trendstudie "Moderne Väter" vorgelegt

Vater mit Kleinkind
Bild: sxc/Simona Balint

Mit Unterstützung durch die hessenstiftung – familie hat zukunft hat die Väter gGmbH eine Trendstudie "Moderne Väter" vorgelegt. Für die repräsentative Studie wurden über 1.000 Väter im Alter von 25 bis 45 Jahren aus ganz Deutschland befragt.

Die neuen Väter ticken anders und verändern Familie, Gesellschaft und Wirtschaft. Das zeigt die Trendstudie „Moderne Väter“, die von der Väter gGmbH mit Unterstützung der hessenstiftung – familie hat zukunft in Auftrag gegeben und am 13. Dezember vorgelegt wurde.

„Die aktuelle Diskussion um mehr Frauen in Führungspositionen muss um die Diskussion über mehr Männer in der Familie ergänzt werden,“ sagte die Vorstandsvorsitzende der Hessenstiftung, Staatssekretärin Petra Müller-Klepper aus dem Hessischen Sozialministerium anlässlich der Veröffentlichung der Umfrageergebnisse.

ZEIT Online interviewte Volker Baisch, Geschäftsführer der Väter gGmbH, der die Ergebnisse kommentierte: „Väter sind immer stärker in bisher typischen Frauenbereichen tätig. Dennoch sind wir von einer gleichberechtigten partnerschaftlichen Aufgabenteilung in Deutschland noch immer weit entfernt. Frauen sollten ihrem Partner mehr Vertrauen im Umgang mit dem Kind schenken, Männer hingegen mehr Verantwortung im familiären Alltag übernehmen.“

Für die repräsentative Studie wurden über 1.000 Väter im Alter von 25 bis 45 Jahren aus ganz Deutschland befragt sowie Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien interviewt.

Aktiv Vatersein wird für viele Väter immer wichtiger. Offensichtlich sind die Tage der einsamen Leitwölfe und unnahbaren Ernährer gezählt. Die Studie präsentiert das Porträt der modernen Vätergeneration: ihre aktuelle Lage, ihre Einstellungen und Bedürfnisse. Die Analyse zeigt: Es fehlt den jungen Männern, die es anders machen wollen als ihre Väter, an Rollenvorbildern – sowohl in der eigenen Familie als auch in der Berufswelt.

Die Haupterkenntnisse der Trendstudie lauten:

  • Vatersein liegt im Trend.
  • Die Vaterrolle wird facettenreicher.
  • Bei der Neudefinition ihrer Rolle starten viele Väter bei null.
  • Männlichkeit wird neu definiert.
  • Väter sind zum Teil „moderner“ als Mütter.
  • Der moderne Vater plant die Karriere rund ums Kind.
  • Väterfreundlichkeit wird zum wichtigen Wettbewerbsfaktor.

Unternehmen, die sich auf den Wandel einstellen und mit gutem Beispiel voran gehen, können daraus einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Sie können gute Mitarbeiter finden und binden, wenn sie ihre Kultur väterfreundlicher zu gestalten und Verständnis dafür zu zeigen, dass Vatersein heute mehr bedeutet, als „Brot verdienen“. Die Wirtschaft ist hierbei gefordert, sich von der Anwesenheitskultur zu verabschieden und Vätern einen größeren Freiraum zur flexiblen Gestaltung ihrer Arbeitszeit zu ermöglichen. Auch die Politik sollte Väter nicht primär in der Rolle des Ernährers sehen, sondern sie gleichermaßen bei anderen Aufgaben, die mit Kindererziehung und -betreuung in Verbindung stehen, unterstützen.

Die komplette Studie können Sie auf den Seiten der hessenstiftung herunter laden.

Quelle: hessenstiftung – familie hat zukunft