Familienpolitik / Europa

Österreich startet Familienkampagne "Kinder halten Österreich jung"

Bundesfamilienminister Mitterlehner (3. v.l.) bei der Eröffnung der Kampagne „Kinder halten Österreich jung"
Bild: © BMWFJ.at Bundesfamilienminister Mitterlehner (3. v.l.) bei der Eröffnung der Kampagne „Kinder halten Österreich jung"

Familienleistungen weiter verbessern, für mehr Familien- und Kinderfreundlichkeit in der Gesellschaft werben, das Bewusstsein für den Wert von Familien erhöhen: Das sind die Ziele der Familienkampagne "Kinder halten Österreich jung", die am Donnerstag vom österreichischen Familienminister Reinhold Mitterlehner gestartet wurde.

Unter dem Motto "Kinder halten Österreich jung" präsentierte Familienminister Reinhold Mitterlehner am Donnerstag eine neue Kampagne zugunsten aller Familien in Österreich. "Wir wollen die Familienleistungen weiter verbessern und grundsätzlich für mehr Familien- und Kinderfreundlichkeit in der Gesellschaft werben, um das Bewusstsein für den Wert von Familien zu erhöhen. Gleichzeitig wollen wir mehr Mut zu Kindern machen, weil sie die Grundlage unserer Gesellschaft sind. Gerade die aktuelle Hochwasserkatastrophe zeigt, wie wichtig Familien und ihr Rückhalt in Notsituationen sind. Daher haben wir auch einen Familienhärteausgleich mit Ersthilfen von bis zu 2000 Euro eingerichtet", sagte Mitterlehner bei einem Pressegespräch im Betriebskindergarten des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) mit Alfred Trendl, dem Präsidenten des Katholischen Familienverbandes. Alle sechs familienpolitischen Verbände stehen hinter der Kampagne und unterstützen diese in ihren eigenen Wirkungsbereichen.

Im Rahmen der am Donnerstag gestarteten mehrwöchigen Kampagne werden zahlreiche Spots bzw. Sujets in TV, Print und Online die Bedeutung der Familien stärker verankern. "Der zentrale Claim 'Kinder halten Österreich jung' ist so vielschichtig, wie das Leben mit Kindern ist. Kinder halten uns auf Trab, oft rund um die Uhr. Sie halten nicht nur uns, sondern Österreich als Staat jung", erläuterte Mitterlehner. Derzeit werde Österreich älter, die Zahl der Familien mit Kindern unter 18 Jahren ist in den vergangenen Jahren auf 904 000 im Vorjahr gesunken. "Wir sind mit der Herausforderung konfrontiert, dass sich die Österreicher zwar im Schnitt zwei Kinder wünschen, die faktische Geburtenrate aber bei einem Wert von 1,43 liegt. Um Wunsch und Wirklichkeit näher zusammenzubringen, wollen wir Österreich zum familienfreundlichsten Land Europas machen. Aufgrund der alternden Gesellschaft und des Fachkräftebedarfs ist das auch als Wettbewerbsfaktor für den Wirtschaftsstandort wichtiger denn je", erläuterte Mitterlehner.

80 Prozent der Bevölkerung sehen ihre Familie laut Österreichischer Wertestudie als den mit Abstand wichtigsten Lebensbereich, an zweiter Stelle folgt mit 54 Prozent die Arbeitswelt. "Als Partner der Familien wollen wir auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern. Der Ausbau der Betreuungsangebote in Kindergärten und vor allem in Kinderkrippen soll daher mit zusätzlichen Finanzmitteln beschleunigt und mit qualitativen Aspekten, etwa bei Gruppengröße und Betreuungsschlüssel, ergänzt werden", kündigte Mitterlehner an. Im Rahmen der nächsten 15a-Vereinbarung mit den Bundesländern solle es dafür vom Bund Mittel in einer Größenordnung von 100 Millionen Euro pro Jahr geben.

Zum Ausbau der Kinderbetreuung sowie zum geplanten neuen Fördermodell bei der Familienbeihilfe verhandelt Mitterlehner derzeit mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer. Die Eckpunkte der Reform sollen noch vor dem Sommer außer Streit gestellt und im Rahmen einer gesetzlichen Regelung vom Ministerrat beschlossen werden, damit erste Punkte schon zu Jahresanfang 2014 in Kraft treten können. "Mit dem von uns vorgeschlagenen Modell der Familienbeihilfe könnten wir die Familien noch besser, einfacher und transparenter unterstützen. Zusätzlich würde es für die Familien im Schnitt ein Plus von sechs Prozent geben", so Mitterlehner. Darüber hinaus soll alle zwei Jahre eine Indexierung der Familienbeihilfe erfolgen, wobei die Höhe von der Teuerung und der Beschäftigung und damit von der Entwicklung des Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) abhängt.

Alle Informationen zu den ausgebauten Förderungen und Beratungsleistungen des Familienministeriums sowie weitere Details, TV-Spots und Print-Sujets zu der vom Familienministerium ausgeschriebenen und nach dem Pitch bei Ogilvy beauftragten Kampagne "Kinder halten Österreich jung" gibt es auf der Webseite www.bmwfj.gv.at.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
Pressesprecherin des Bundesministers:
Mag. Waltraud Kaserer,
Fon Büro: +43 (01) 7110-5108
Fon mobil: +43 664 813 18 34
E-Mail: waltraud.kaserer@DontReadMebmwfj.gv.at

Presseabteilung: Dr. Harald Hoyer
Fon: +43 (01) 71100-5130
E-Mail: presseabteilung@DontReadMebmwfj.gv.at

Quelle: Pressemeldung des Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend Österreichs vom 6.6.13

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