Familienpolitik / Familienforschung

Neunter Familienbericht widmet sich dem Thema Eltern

Die Sachverständigenkommission v.l.n.r.: Helen Baykara-Krumme, Petra Mackroth (Abteilungsleiterin Familie, BMFSFJ), Miriam Beblo, Axel Plünnecke, Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, Michaela Kreyenfeld, Sabine Walper, Nina Dethloff, Reinhard Pollak, Dagmar Müller (DJI)
Bild: © BMFSFJ Die Sachverständigenkommission für den Neunten Familienbericht mit Bundesfamilienministerin Giffey.

Als Handlungsgrundlage für die Politik untersucht der Familienbericht regelmäßig die Situation von Familien in Deutschland. Dr. Franziska Giffey hat nun Sachverständige unterschiedlicher Fachrichtungen in die Kommission zur Erstellung des Neunten Familienberichts berufen. Das Schwerpunktthema lautet „Elternschaft in Deutschland“.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat am 11. Juli die Sachverständigenkommission zum Neunten Familienbericht berufen. Die Bundesregierung ist durch Beschluss des Deutschen Bundestages verpflichtet, mindestens in jeder zweiten Legislaturperiode einen Bericht über die Lage der Familien vorzulegen. Der Neunte Familienbericht soll das Thema „Elternschaft in Deutschland“ beleuchten.

Elternschaft in Deutschland

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: „Im Zentrum des Neunten Familienberichts wird die Frage stehen, was es heute bedeutet, Eltern zu sein. Eltern haben hohe Ansprüche an sich selbst, an ihre Partnerschaft und an die Erziehung ihrer Kinder. Sie fordern eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine gute Qualität von Kinderbetreuung und Schule. Aufgabe der Familienpolitik ist es, Eltern dabei zu unterstützen, das Beste für ihre Kinder und die ganze Familie zu erreichen. Der Familienbericht wird uns dafür wichtige Impulse geben. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Expertinnen und Experten der Kommission.“

Im Mittelpunkt des Neunten Familienberichts stehen Eltern: als Akteure in der Gesellschaft und in der Arbeitswelt, im Zusammenspiel mit Institutionen und familienpolitischen Leistungen, in ihren Familien, mit anderen Familien, mit ihren in den Herkunftsfamilien geprägten Werten und Einstellungen sowie als Dreh- und Angelpunkt für die Frage, wie das Wohlergehen von Kindern sichergestellt werden kann – auch vor dem Hintergrund des Digitalen Wandels.

Eltern in Deutschland stehen vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen, bei denen Familienpolitik sie wirksam unterstützen muss. Deshalb soll sich die interdisziplinär zusammengesetzte Kommission der Frage widmen, welche familienpolitischen Instrumente entwickelt werden können, um sozialen Aufstieg zu erleichtern und Familien als soziale Mitte der Gesellschaft zu stärken.

Eine Geschäftsstelle am Deutschen Jugendinstitut in München wird die Arbeit der Sachverständigenkommission unterstützen. Der Bericht der Kommission soll Mitte 2020 vorgelegt werden. Die Bundesregierung verfasst im Anschluss eine Stellungnahme und leitet den Gesamtbericht dem Parlament zu.

Die Familienberichtskommission

Mit der Erstellung des Neunten Familienberichts zum Thema "Elternschaft in Deutschland" sind  folgende Sachverständige beauftragt:

Prof. Dr. Sabine Walper, Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut
Prof. Dr. Miriam Beblo, Universität Hamburg
Prof. Dr. Nina Dethloff, Universität Bonn
Prof. Dr. Michaela Kreyenfeld, Hertie School of Governance, Berlin
Prof. Dr. Axel Plünnecke, Institut der deutschen Wirtschaft
Prof. Dr. Reinhard Pollak, Wissenschaftszentrum Berlin
Dr. Helen Baykara-Krumme, Max-Planck-Gesellschaft

Achter Familienbericht

Der Achte Familienbericht wurde im März 2012 vorgelegt. Er behandelt das Thema Zeit für Familie und erklärt die Zeitpolitik für Familien als wichtige Säule wirksamer Familienpolitik. Der Bericht macht deutlich, dass Zeitknappheit und Zeitkonflikte eine nachhaltige Wirkung auf Wohlbefinden und Lebensqualität von Familien haben und dass gesellschaftliche sowie volkswirtschaftliche Konsequenzen damit verbunden sind.

Weitere Informationen zur Familienberichterstattung finden sich beim Bundesfamilienministerium. Zur Berufung der Sachverständigenkommission informiert auch das Deutsche Jugendinstitut mit weiterführenden Links.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 11.07.2018