Familienpolitik

Merkel hält an Betreuungsgeld fest

Bundeskanzlerin Angela Merkel stellt die Einführung des umstrittenen Betreuungsgeldes trotz koalitionsinterner Widerstände nicht in Frage.

Gegenüber dem Westfalen-Blatt bezeichnete sie die für 2013 geplante Sozialleistung als einen festen Bestandteil ihrer Politik für die Wahlfreiheit von Eltern. Unter Verweis auf jahrelange Versäumnisse bei der Betreuung unter Dreijähriger in Deutschland warnte Merkel davor, Eltern mit geringem Einkommen unter einen Generalverdacht zu stellen. "Die allermeisten Menschen, unabhängig vom Einkommen, entscheiden verantwortungsbewusst, was für ihre Kinder richtig und wichtig ist", so Merkel. Betreuungsgeld und U3-Ausbau stellen nach Auffassung der Kanzlerin eine Einheit dar.