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Familienpolitik

Kolpingwerk favorisiert Erziehungsgeld statt Elterngeld

Familie beim Frühstück
Bild: © BlueOrange Studio - Fotolia.com

Anlässlich des Internationalen Tages der Familie am 15. Mai fordert das Kolpingwerk mehr Vielfalt in den familienunterstützenden Angeboten.

"So vielfältig das Familienleben ist, so vielfältig müssen die familienunterstützenden Angebote sein. Betreuungsangebote und Ganztagsschulen sind genauso wichtig wie finanzielle Hilfen und eine gerechte Berücksichtigung der verschiedenen Lebenssituationen, gerade auch der häuslichen Betreuung und Erziehung." Das erklärte der Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes Deutschland, Thomas Dörflinger, anlässlich des Internationalen Tages der Familie am 15. Mai.

"Familien brauchen heute Freiräume, um miteinander Zeit verbringen zu können. Sie brauchen eine finanzielle Verlässlichkeit und vielfältige Unterstützung", fügte er hinzu. "Deshalb ist bei der Evaluation der familienpolitischen Leistungen zu prüfen, inwieweit im Sinne der Wahlfreiheit statt des als Lohnersatzleistung ausgestalteten Elterngeldes wieder ein Entgelt für Familienarbeit im Sinne des vorherigen Bundeserziehungsgeldes zu favorisieren ist."

Für das Kolpingwerk seien Erwerbsarbeit, Familienarbeit und ehrenamtliche Arbeit grundsätzlich gleichwertig. "Dass Familien heutzutage immer stärker den Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht werden müssen, darf nicht im Ergebnis dazu führen, dass auch noch die Familienpolitik den Anforderungen des Arbeitsmarktes unterstellt wird", betonte Dörflinger. Das Kolpingwerk wende sich gegen die zunehmende Ökonomisierung der Familienpolitik. Es gehe nicht darum, die Familien den Interessen der Wirtschaft unterzuordnen, sondern die Arbeitsbedingungen den Belangen von Familien. Dörflinger: "Es geht darum, Frei- und Zeiträume für das gemeinsame Leben von Eltern und Kindern zu ermöglichen. Es geht darum, die Stabilität der Beziehungen zu stärken. Und es geht schließlich darum, das Familienleben als Kraftquelle und Keimzelle der Gesellschaft zu erhalten."

Quelle: Kolpingwerk Deutschland gGmbH vom 15.05.2014

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