Familienpolitik / Sozialpolitik

Integrationspolitik ist ohne Familienpolitik nicht machbar

Eltern mit Baby

Anlässlich des Besuchs des Verbandes binationaler Partnerschaften wies der Hessische Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Jo Dreiseitel darauf hin, dass Integrationspolitik ohne Familienpolitik nicht denkbar sei.

"Ich freue mich, dass mit dem Verband binationaler Partnerschaften eine Organisation existiert, die sich um Menschen in interkulturellen Lebenswelten kümmert und für sie eine Anlaufstelle in den unterschiedlichsten Lebenssituationen darstellt", so der Staatssekretär, der zu einem Informationsaustausch nach Frankfurt gekommen ist.

Der seit 1972 arbeitende Verband binationaler Familien und Partnerschaften iaf e.V., der ursprünglich als "Interessensgemeinschaft der mit Ausländern verheirateten Frauen (iaf)" gegründet worden war, setzt sich für die Interessen binationaler/bikultureller Paare und Familien sowie für alle Menschen, die in interkulturellen Zusammenhängen in Deutschland leben, ein.

Sein Ziel ist es, die Einhaltung der Grund- und Menschenrechte einzufordern und durchzusetzen, sofern diese durch soziale und strukturelle Diskriminierung und Rassismus eingeschränkt werden sollten.

Schwerpunkt ist die Forderung nach interkultureller Öffnung aller gesellschaftlichen Bereiche wie zum Beispiel in der öffentlichen Verwaltung, in Bildungs- und Beratungseinrichtungen. Er wendet sich an Paare – auch gleichgeschlechtliche - unterschiedlicher Staatsangehörigkeiten, eingewanderte Familien mit und ohne deutschen Pass, Alleinerziehende mit bikulturellen Kindern sowie Personen, die unterschiedliche kulturelle Einflüsse in ihren Personen vereinen.

Der Verband ist Mitglied in verschiedenen Arbeitsgruppen der Hessischen Integrationskonferenz und hat dort mit seinem Fachwissen und seiner konstruktiven Mitarbeit zu erheblichen Fortschritten in der Integrationspolitik beigetragen. Im Jahr 2013 wurde der Verband binationaler Partnerschaften mit dem Hessischen Integrationspreis ausgezeichnet.

"Mit solchen Partnern und deren Kompetenzen, die das Engagement des Landes in der Integrationspolitik fachkundig unterstützen, können auch die Herausforderungen an die Integration der zu uns kommenden Flüchtlinge gemeistert werden", so Jo Dreiseitel abschließend.

Quelle: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration vom 27.04.2016

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