Achtung Icon

Relaunch - Am 23. Mai ist es soweit:

Unter der bekannten Adresse finden Sie unser Angebot als „Portal der Kinder- und Jugendhilfe“ – mit vollständig neuem Look.
Daher erfolgt ab dem 29. April ein Redaktionsstopp. Ab diesem Zeitpunkt können Sie von extern keine Inhalte mehr einpflegen.
Ab dem 23. Mai können Sie alle Angebote wieder wie gewohnt nutzen.

Familienpolitik

Familiennetzwerk: Sofortiger Stopp der erfolglosen Familienpolitik

Es ist an der Zeit, dass sich Politiker von ihren Ideologien verabschieden. Nach den neuesten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wurden zwischen Januar und Juni dieses Jahres rund 312.200 Kinder geboren - knapp 6,6 Prozent beziehungsweise 22.000 weniger als im Vergleichszeitraum 2008. Diese Tendenz nun auf die Wirtschaftskrise zu schieben ist erkennbar abwegig.

Tatsächlich handelt es sich um die Ergebnisse einer verfehlten Familienpolitik: sinkende Geburtenzahlen und zunehmende Familienarmut, trotz (!) steigender Frauenerwerbstätigkeit. Weder Elterngeld noch Krippenausbau haben demnach einen positiven Effekt verzeichnen können. 

Ebenso familienfeindlich, und damit geburtenverhindernd, ist die von Politikern angeheizte öffentliche Diffamierung von Familien. Wer möchte sich schon allein durch "Elternwerden" freiwillig zum "Deppen der Nation" machen? Kontraproduktiv ist auch die Einmischung des Staates bis in hin die privatesten Angelegenheiten von Familien, wie z.B. mit Bildungsgutscheine (statt Bares) die Ausgaben, die Familien tätigen, zu lenken. 

Es ist an der Zeit, dass die Ergebnisse von Studien und Umfragen ernst genommen werden und nicht mehr nach ideologischer Weltsicht umgedeutet werden. Die brandaktuelle FORSA-Umfrage der Zeitschrift Eltern zeigt repräsentativ, was Eltern die Entscheidung zu mehr Kindern erleichtern würde: 

96% der Mütter und Väter möchten durch Unterbrechung ihrer Berufstätigkeit wegen der Kindererziehung nicht schlechter gestellt werden. 

88% wünschen sich eine bessere gesellschaftliche Anerkennung der Familienarbeit. 

Fast drei Viertel finden, daß für Eltern niedrigere Beiträge bei der Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung (im Vergleich zu Kinderlosen) ein weiteres, geeignetes Instrument wären, um die Entscheidung für Kinder zu erleichtern. 

Weitere zwei Drittel halten ein Betreuungsgeld für angemessen. Das Ergebnis einer Umfrage des Allensbach Institutes zeigt noch deutlicher, was Familien wollen: 81% der Befragten bevorzugen die eigene Betreuung ihrer Kinder durch einen Elternteil in den ersten drei Jahren. 

Wenn das Ziel der deutschen Familienpolitik tatsächlich ein Anstieg der Geburtenrate sein sollte, muß umgehend im Sinne der Familien gehandelt werden und die finanzielle Ungerechtigkeit und damit die Familienarmut beendet werden. Ferner sollte sich der Staat jeglicher Bevormundung der Familien enthalten. 

Quelle: PM Familiennetzwerk Deutschland vom 16.09.2009