Familienpolitik / Sozialpolitik

ElterngeldPlus wird bei Müttern und Vätern in MV immer beliebter

Auf dem Sofa sitzt ein Kleindkind mit seinen Eltern
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Anfang 2018 stieg die Zahl der Nutzenden des ElterngeldPlus in Mecklenburg-Vorpommern auf 21,2 Prozent. Zwei Jahre zuvor bezogen lediglich 12,5 der Mütter und Väter die finanzielle Unterstützung. Sozialministerin Drese betont die Möglichkeiten neuer Freiräume für Familien durch das ElterngeldPlus und wünscht sich eine höhere Beteiligung von Männern an der Elternzeit.

Das ElterngeldPlus erfreut sich in Mecklenburg-Vorpommern wachsender Beliebtheit. Nahmen im ersten Quartal 2016 nur 12,5 Prozent der jungen Mütter und Väter die finanzielle Unterstützung für Familien nach der Geburt eines Kindes in Anspruch, waren es ein Jahr darauf bereits 18,2 Prozent. Im ersten Quartal 2018 stieg die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer auf 21,2 Prozent. Dies geht aus gestern veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor.

Für Eltern, deren Kinder ab dem 1. Juli 2015 geboren wurden, besteht die Möglichkeit, zwischen dem Bezug von Elterngeld und dem Bezug von ElterngeldPlus zu wählen oder beides zu kombinieren. Das Elterngeld Plus fällt in der Regel niedriger aus, wird dafür aber erheblich länger gezahlt.

Ministerin wünscht sich höhere Beteiligung von Männern

„Ich freue mich, dass das ElterngeldPlus auch in Mecklenburg-Vorpommern immer besser in Anspruch genommen wird. Es eröffnet neue Freiräume für Familien. Eltern erhalten längere Unterstützung, sie können flexiblere Auszeiten nehmen und Aufgaben in Familie und Beruf besser partnerschaftlich aufteilen. Damit wird es für Mütter und Väter attraktiver, früher ins Berufsleben zurückzukehren“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese. Gleichzeitig wünscht sich die Ministerin aber eine höhere Beteiligung von Männern an der Elternzeit. Hier bestehe im bundesweiten Vergleich noch Nachholbedarf. „Gerade die ersten Monate mit dem neu geborenen Kind sind eine unbeschreibliche Zeit, die einen niemand wiederbringt. Ich ermuntere junge Väter deshalb, das ElterngeldPlus zu beantragen“, so Drese.

Vorteile für Unternehmen

Das ElterngeldPlus bringt nach Angaben der Ministerin aber auch Vorteile für Unternehmen. Ihnen blieben Fachwissen und Kompetenzen erhalten. Drese: „Deshalb wünsche ich mir, dass Arbeitgeber zukünftig noch mehr tun, um Familien und besonders Alleinerziehende zu unterstützen, z.B. durch flexible Arbeitszeitmodelle und Möglichkeiten für Homeoffice. Firmen, die eine gute Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben bieten, sind bei der Sicherung des Fachkräftebedarfs ihren Konkurrenten einen entscheidenden Schritt voraus.“

Hintergrund

Das Elterngeld ist eine der erfolgreichsten und beliebtesten familienpolitischen Leistungen. Es sichert die wirtschaftliche Existenz der Familien und hilft Vätern und Müttern, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Das ElterngeldPlus erkennt insbesondere die Pläne derjenigen an, die schon während des Elterngeldbezugs wieder in Teilzeit arbeiten wollen. Mütter und Väter haben damit die Möglichkeit, länger als bisher Elterngeld in Anspruch zu nehmen. Sie bekommen doppelt so lange Elterngeld (in maximal halber Höhe) und können so ihr Elterngeldbudget besser ausschöpfen. Aus einem bisherigen Elterngeldmonat werden zwei ElterngeldPlus-Monate.

Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung des Landes Mecklenburg-Vorpommern vom 15.06.2018

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