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Familienpolitik

Achter Familienbericht: ZFF-Vorsitzende beklagt mangelnden Innovationsmut

Anlässlich der heutigen Beratung des Achten Familienberichts im Kabinett bedauerte die Vorsitzende des Zukunftsforum Familie e.V. den aus ihrer Sicht mangelnden Mut der Sachverständigenkommission für innovative Vorschläge zur Zeitpolitik.

Vor allem bei der Arbeitszeitpolitik habe man auf neue Ideen gehofft. Stattdessen wahre der Bericht die Interessen der Wirtschaft und scheue Kosten für die öffentlichen Haushalte. "Somit ist er sehr pragmatisch, hilft aber den Familien wenig. Und die Familienministerin appelliert zwar zu Recht an die Tarifparteien, will aber ebenfalls keine gesetzlichen Änderungen", so Christine Reckmann.
 
Die zentrale Herausforderung sei, Zeit für gesellschaftlich notwendige Sorgearbeit zu schaffen – für beide Geschlechter – und Familien mehr gemeinsame Zeit zu ermöglichen. Damit stelle sich, so Reckmann, unweigerlich die Frage nach Geld. "Denn die angemessene finanzielle Absicherung von Auszeiten für Fürsorgearbeit kostet Geld. Auch ein finanzieller Ausgleich für Arbeitszeitverkürzungen insbesondere für Geringverdienende muss finanziert werden. Vorschläge der Kommission wie die Ausdehnung der – unbezahlten – Großelternzeit und der Ausbau des Bundesfreiwilligendienstes für Ältere lassen allerdings befürchten, dass nur auf private und kostenneutrale Lösungen gesetzt wird. Die vorgeschlagenen flexibleren Nutzungsmöglichkeiten der Elternzeit begrüßen wir, allerdings nicht um den Preis der Verkürzung der Elternzeit auf zwei Jahre", sagte die ZFF-Vorsitzende.
 
Die Arbeitszeiten seien letztlich der Dreh- und Angelpunkt einer Zeitpolitik für Familien. Sämtliche Untersuchungen zeigten, dass Mütter und Väter ihre Arbeitszeiten einander im Korridor von 30 bis 35 Wochenstunden annähern wollen. Der Erste Gleichstellungsbericht habe letztes Jahr bereits den Vorschlag eines Gesetzes über Wahlarbeitszeiten ins Spiel gebracht. Auch für eine generelle Arbeitszeitverkürzung dürfe es kein Denkverbot geben, mahnte Reckmann.

Quelle: Zukunftsforum Familie (ZFF)