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Familienpolitik

DIHK bewertet Großelternzeit als überflüssig

In den Plänen für ein "Gesetz zur Erweiterung der Großelternzeit und zur Modernisierung der Elternzeit" sieht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) einen Versuch, die Kosten für politische Aufgaben der Wirtschaft aufzubürden. Die Betriebe hätten jedoch die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit erreicht.

Die vorgesehene Ausweitung der Elternzeit mit einer Verdreifachung der Zahl der Anspruchsberechtigten belaste Unternehmen über Gebühr, heißt es in der DIHK-Stellungnahme zum Entwurf eines Großelternzeitgesetzes.

Grundsätzlich unterstütze die Spitzenorganisation der deutschen Industrie- und Handelskammern das Ziel, die Vereinbarkeit von Beruf und familiären Fürsorgeaufgaben zu erleichtern und Eltern einen möglichst frühen beruflichen Wiedereinstieg zu ermöglichen. Die geplante Neuregelung stelle die Betriebe jedoch vor zusätzliche Herausforderungen. Sie verursache enorme Bürokratiekosten und habe Folgen für die Sozialversicherung; überdies bedeute sie einen weiteren Eingriff in die unternehmerische Freiheit.

Deutschland habe bereits jetzt eine im internationalen Vergleich überdurchschnittlich großzügige Elternzeitregelung, die von den Unternehmen hohe Flexibilität erfordere, gibt der DIHK zu bedenken. Zusätzlicher gesetzlicher Vorgaben bedürfe es nicht. "Denn es sind gesamtpolitische und nicht unternehmerische Aufgaben, die hier der gewerblichen Wirtschaft aufgebürdet werden sollen", heißt es in dem DIHK-Positionspapier. "Die Kosten dafür dürfen nicht noch weiter auf die Unternehmen abgewälzt werden."

Sie finden die komplette Stellungnahme mit Kommentierungen der Einzelregelungen hier zum Download.

Quelle: DIHK vom 20.11.2012