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Familienpolitik

Allensbach-Umfrage belegt: Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein Kernthema

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wünschen sich mehr Zeit für ihre Familie. Dies geht aus dem Monitor Familienleben 2010 des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor, den die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder, heute (Dienstag) gemeinsam mit Allensbach-Geschäftsführerin Prof. Dr. Renate Köcher vorgestellt hat. Zentrales Ergebnis der Untersuchung: Auch in Zukunft soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf Kernaufgabe der Familienpolitik sein: 69 Prozent der Bevölkerung und 78 Prozent der Eltern sagen, hier sollte der Schwerpunkt liegen (2008: 63 Prozent der Bevölkerung).

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder plant die Einführung einer Familienpflegezeit. Das Modell sieht vor, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren auf bis zu 50 Prozent reduzieren können, dabei dann aber 75 Prozent ihres Gehalts beziehen. Zum Ausgleich müssten sie später wieder voll arbeiten, bekämen aber in diesem Fall weiterhin nur 75 Prozent des Gehalts - so lange, bis das Zeitkonto wieder ausgeglichen ist. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können bereits im Vorfeld einer möglichen Pflegebedürftigkeit in der Familie Zeit für die Pflegephase auf einem Wertkonto ansparen.

Um Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu erleichtern, startet das Bundesfamilienministerium im Herbst gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag die Initiative "Flexible Arbeitszeiten". Ziel: Mehr vollzeitnahe Teilzeitstellen für Mütter und Väter zu schaffen. Denn vor allem Väter würden gerne mehr für ihre Kinder da sein: 60 Prozent der Väter äußern den Wunsch, dafür ihre Arbeitszeit reduzieren zu wollen. Gleichzeitig funktioniert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mütter in umgekehrter Richtung nur schlecht: Drei Viertel der Befragten mit Kindern unter 18 Jahren würden gerne mehr als 20 Stunden arbeiten, davon 23 Prozent 30 bis 35 Stunden.

Im Auftrag des Bundesfamilienministeriums hat das Institut für Demoskopie Allensbach bereits zum dritten Mal die Entwicklung des Familienlebens in Deutschland repräsentativ untersucht.

Die wichtigsten Ergebnisse des Monitors Familienleben 2010:

- Die dringlichen politischen Aufgaben werden zwar noch immer von der Wirtschaftskrise bestimmt: Für 62 Prozent hat zum Beispiel die Eindämmung der Staatsverschuldung Vorrang. Die Familie ist für 78 Prozent der Bevölkerung jedoch weiterhin wichtigster Lebensbereich.

- Familienpolitische Anliegen bleiben für die Mehrheit wichtig: Die Förderung junger Familien (52 Prozent), die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (48 Prozent) und verbesserte Bedingungen für Geburten schaffen (45 Prozent) werden häufiger genannt als etwa die Reform des Gesundheitswesens, die Senkung von Steuern oder der Klimaschutz.

- 42 Prozent der nichtberufstätigen Mütter berichten von schlechter Vereinbarkeit (34 Prozent der Mütter insgesamt). Sie wünschen sich Ganztagsbetreuung von Kindern (54 Prozent), an die Arbeitszeiten angepasste Betreuungszeiten von Kindergärten und Schulen (56 Prozent) sowie eine stärkere finanzielle Förderung (53 Prozent). 60 Prozent der Väter und 41 Prozent der Mütter möchten ihre Arbeitszeit reduzieren. Drei Viertel der Mütter möchten mehr als 20 Stunden arbeiten (75 Prozent), davon 23 Prozent 30 bis 35 Stunden.

- 74 Prozent der Bevölkerung bewerten die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf als schlecht. Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf gilt 87 Prozent der Bevölkerung gilt als wichtige Aufgabe.

Weitere Informationen zur Familienpolitik der Bundesregierung finden Sie im Internet unter unten genanntem Hyperlink.

www.bmfsfj.de

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Auszug Pressemitteilung Nr. 51/2010 vom 31.08.2010

 

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