Bildungspolitik

Stärkung der Kulturellen Bildung: Brandenburg und die Mercator-Stiftung starten 3-jähriges Projekt

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Der Startschuss für das gemeinsame Projekt "Erproben-Vernetzen-Verankern – Kulturelle Bildung an Schulen in die Fläche!" ist gefallen. Schulen und Kultureinrichtungen sollen stärker miteinander vernetzt und die kulturelle Bildung an Schulen weiter entwickelt werden.

Kulturministerin Sabine Kunst, Bildungsminister Günter Baaske und Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, haben am 11.02.2015 in Potsdam den Startschuss für das gemeinsame Projekt "Erproben-Vernetzen-Verankern – Kulturelle Bildung an Schulen in die Fläche!" gegeben.

Mit dabei waren auch Ulrike Erdmann, Projektleiterin der Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg, die das Projekt vor Ort unterstützt, sowie Christine Kruschel, Schulleiterin der beteiligten Carl-Diercke-Oberschule in Kyritz. Mit dem Projekt, das von 2015 bis 2017 läuft, werden Schulen und Kultureinrichtungen stärker miteinander vernetzt und die kulturelle Bildung an Schulen weiter entwickelt und verstetigt.

Kulturministerin Kunst: "Kulturelle Bildung kann nur gelingen, wenn Bildungs- und Kultur-Akteure des Landes gemeinsam ihre Kompetenzen einbringen. Das Projekt ‘Erproben-Vernetzen-Verankern – Kulturelle Bildung an Schulen in die Fläche!‘ setzt genau hier an: Die Regionalbüros der Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg werden künftig verstärkt Theater, Orchester, Archive, Bibliotheken, Museen, Kunstvereine und Künstler mit Kitas, Schulen und Volkshochschulen zusammenbringen und vernetzen. Die Leiterinnen und Leiter der Regionalbüros sind Ansprechpartner für Kulturakteure, Bildungseinrichtungen, Kinder und Jugendliche, für Eltern sowie für Verwaltung und Politik vor Ort. Sie sollen regionale Partnerschaften zwischen schulischen und kulturellen Akteuren aufbauen und pflegen, konkrete Angebote entwickeln, Fördermittel akquirieren sowie Qualifikationen, Workshops und Runde Tische organisieren und den fachlichen Diskurs zur Kulturellen Bildung aktivieren. Mit diesem dezentralen Ansatz stärken wir gezielt die Kulturelle Bildung in der Fläche."

Bildungsminister Baaske: "Ich freue mich, dass sich an dem Projekt drei Brandenburger Schulen engagiert beteiligen und sich zu ‘Kulturschulen‘ entwickeln wollen. Durch künstlerisch-ästhetische Bildung und künstlerische Arbeit werden in Projekten der Kulturellen Bildung Kompetenzen vermittelt und gebildet, die ganz stark zur Entwicklung der Persönlichkeit beitragen. Kulturelle Bildung etabliert und fördert Kreativität, innovatives Denken, Konzentrationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Erfolgs-Erlebnisse sowie das Entfalten und Verbinden von Phantasie, Erfahrung und Wissen. So können Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, Ideen gestalten und gemeinsam Erfahrungen sammeln."

Geschäftsführer der Stiftung Mercator, Winfried Kneip: "Kulturelle Bildung eröffnet Kindern und Jugendlichen neue Möglichkeiten, sich selbst und die Welt um sie herum besser zu verstehen und mitzugestalten. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass kulturelle Bildung als Teil allgemeiner Bildung in Schule anerkannt und ihre Qualität und ihr Potenzial gesichert werden. Wir begrüßen die Initiative des Bundeslandes Brandenburg zur Stärkung kultureller Bildung und möchten möglichst viele Schulen und Kultureinrichtungen in Brandenburg erreichen und zusammenbringen."

Das Projekt

Das Projekt "Erproben-Vernetzen-Verankern – Kulturelle Bildung an Schulen in die Fläche!" ist Teil des Landeskonzepts zur Kulturellen Bildung. Es wird von der Stiftung Mercator gefördert und besteht aus zwei parallelen Programmteilen:

  • Im ersten Programmteil unter der Federführung des Kulturministeriums werden die drei Regionalbüros der Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg in Potsdam, Eberswalde und Lübbenau erweitert. Sie vernetzen Schulen und Kultureinrichtungen miteinander, beraten und qualifizieren Kulturpartner, Lehrpersonal und pädagogische Fachkräfte und fördern modellhafte und entwicklungsorientierte Projekte an und mit Schulen.
  • Im zweiten Programmteil unter der Federführung des Bildungsministeriums entwickeln sich drei ausgewählte Schulen zu Kulturschulen, erarbeiten eine Didaktik für Kooperationsprozesse von Lehrkräften und Kulturpartnern und bringen ihre Erfahrungen in die Überarbeitung des "Orientierungsrahmens für Schulqualität in Brandenburg" ein. Die drei ausgewählten Schulen sind die Carl-Diercke-Schule Oberschule in Kyritz, die Fontane-Oberschule in Neuruppin und das Gymnasium "Bertolt Brecht" in Bad Freienwalde.

Die Stiftung Mercator fördert das dreijährige Projekt mit 500.000 Euro, das Kulturministerium steuert 320.000 Euro bei und das Bildungsministerium unterstützt es durch die am Projekt beteiligten Lehrkräfte. Eine Steuergruppe aus Vertreterinnen und Vertretern des Kulturministeriums, des Bildungsministeriums, der Stiftung Mercator, der Plattform Kulturelle Bildung, des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg und der Universität begleitet das Projekt.

Die Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg ist ein Netzwerk, dem mehr als 90 kulturelle und kulturpädagogische Einrichtungen sowie Künstlerinnen und Künstler angehören. Sie wurde 2010 als Projekt der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH in Trägerschaft des Vereins Kulturland Brandenburg gegründet. Als Service- und Vernetzungsstelle für Akteure der kulturellen Bildung im Land Brandenburg, initiiert und begleitet die Plattform Projekte der kulturellen Bildung, berät zu Finanzierungsmöglichkeiten, bietet bedarfsorientierte Weiterbildungsveranstaltungen an und vernetzt potenzielle Partnerinnen und Partner miteinander.

Weitere Informationen:

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung des Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und der Stiftung Mercator vom 11.02.2105

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