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Bildungspolitik

Neue Koordinierungsstelle unterstützt "Dekade für Alphabetisierung"

bunte Buchstaben ergeben ABC
Bild: © Photo SG- Fotolia.com

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) eine Koordinierungsstelle "Dekade für Alphabetisierung" eingerichtet. Die Kommunikation und Kooperation mit und zwischen den jeweiligen Partnern soll damit gefördert werden.

In Deutschland leben einer Studie zufolge etwa 7,5 Millionen funktionale Analphabeten - also Menschen, die nicht oder nur unzureichend lesen und schreiben können. Durch die Zuwanderung von Menschen, die vor Krieg, Terror und Bedrohung nach Deutschland flüchten, wird diese Zahl eher noch weiter zunehmen. Mit der Verkündung einer "Dekade für Alphabetisierung" haben Bund und Länder ein bildungspolitisches Zeichen gesetzt, dass sie in den kommenden zehn Jahren die Kompetenzen dieser Menschen nachhaltig verbessern wollen, um ihre Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern.

Zur Unterstützung dieses Prozesses hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) eine Koordinierungsstelle "Dekade für Alphabetisierung" eingerichtet. Schwerpunktaufgaben der neuen Koordinierungsstelle im BIBB werden es sein, die Kommunikation und Kooperation mit und zwischen den jeweiligen Partnern der Dekade zu fördern sowie die vom Bundesbildungsministerium geförderten Projekte zur Alphabetisierung und Grundbildung wissenschaftlich zu begleiten. Zudem sollen künftige Forschungsbedarfe identifiziert und Handlungsempfehlungen für die Politik erarbeitet werden.

Die Förderung des Erfahrungsaustausches sowie die Verbreitung von Beispielen guter Praxis auf nationaler und europäischer Ebene runden das Aufgabenspektrum der neuen Koordinierungsstelle ab, die auch eng mit der vom BMBF geförderten Kampagne "Lesen und Schreiben - mein Schlüssel zur Welt" zusammenarbeiten wird."

Der Erwerb und Erhalt von Lese- und Schreibkompetenz stellt gerade vor dem Hintergrund des raschen technologischen und strukturellen Wandels für die Beschäftigungsfähigkeit des Einzelnen ein zentrales Kriterium dar", betont BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser. "Nur durch ausreichende Kenntnisse von Schrift und Sprache ist eine aktive berufliche, soziale und ökonomische Teilhabe am gesellschaftlichen Leben möglich. Da gerade arbeitsmarktnahen Themen und Zielgruppen während der Dekade eine besondere Bedeutung zukommt, ist der Ansatz richtig, die Alphabetisierung stärker mit dem beruflichen Lernen zu verbinden. Hier wird die Koordinierungsstelle im BIBB einen aktiven Beitrag leisten."

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) vom 31.03.2016

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