Berufsbildung

Neue berufliche Orientierunghilfe für Jugendliche – das „Berufenavi“

Eine Gruppe Jugendlicher steht und sitzt vor einem Computer
Bild: Wavebreak Media Micro - stock.adobe.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Um Jugendlichen eine Orientierung bei der Berufswahl zu geben, hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ein neues Onlineportal entwickelt. Das „Berufenavi“ soll Jugendliche unterstützen, strukturiert Wege für ihre berufliche Orientierung zu finden und ihren Wunschberuf zu erreichen. Das Portal soll den Jugendlichen dabei Zugang zu einem stets aktuellen Informationsangebot bieten.

Das „Berufenavi“ als neues Portal ist ein zentraler Wegweiser, der die vielfältigen digitalen Angebote im Internet bündelt und sichtbar macht. Es ergänzt als neuer digitaler Baustein die Initiative Bildungsketten der Bundesregierung, die sich dafür stark macht, dass jede und jeder Jugendliche nahtlos von der Schule in die Ausbildung übergehen kann. Das Berufenavi richtet sich daher an Schülerinnen und Schüler der Schulabgangsklassen (16 bis 20 Jahre) und ist für die junge Zielgruppe vorrangig für die Nutzung auf mobilen Endgeräten konzipiert.

Ein Ort für viele Angebote

Jugendliche, die sich erst einmal orientieren möchten, können über Talenttests, Praktikumsbörsen und Beratungsangebote ihren Beruf finden. Jugendliche, die bereits wissen, was sie machen wollen, erhalten nach Eingabe ihres Wunschberufs und der heimischen Postleitzahl örtliche und regionale Angebote angezeigt. Durch das Berufenavi werden die vielfältigen Onlineangebote künftig an einem zentralen Ort gebündelt, verfügbar und sichtbarer gemacht.

Es enthält zahlreiche aktuelle Links auf relevante Webseiten zur beruflichen Orientierung und zum Berufseinstieg: von Interessenstests über Berufsbeschreibungen und Videos bis hin zu lokalen Beratungsangeboten und Ausbildungsplatzbörsen.

Präsentation im Livestream

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und Prof. Hubert Ertl, Forschungsdirektor des BIBB, stellten das Berufenavi vor:

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Damit der nahtlose Übergang von der Schule in die Ausbildung gelingt, brauchen junge Menschen in erster Linie realistische und verlässliche berufliche Orientierung, um nicht von der Flut an Informationen, insbesondere im Internet, überschwemmt zu werden. [...] Unter dem Motto ,geklickt, gefunden!‘ kann ab sofort jeder junge Mensch auch über Handy oder Tablet den Weg durch den Informationsdschungel finden. Mit dem neuen Onlineportal schaffen wir ein aktuelles, verlässliches, jederzeit nutzbares neues Informationsangebot, um Jugendliche zu orientieren und mit Ausbildungsbetrieben in Kontakt zu bringen. Das ist gerade jetzt in der laufenden Nachvermittlungsphase, dem Endspurt für das Ausbildungsjahr 2021/22, besonders wichtig.“

Auch seitens des BIBB wurde die Bedeutung und die Funktion des „Berufenavi“ hervorgehoben:

„Die Wahl eines Ausbildungsberufs fällt sehr häufig auf eine relativ kleine Palette an Berufen. Es gibt über 300 duale Ausbildungsberufe und hinzu kommen die Berufe mit schulischer Ausbildung. Während manche Berufe eine sehr hohe Nachfrage haben, werden andere Berufe gar nicht erst in Erwägung gezogen. Das hat verschiedene Gründe, darunter auch der Bekanntheitsgrad der Berufe. Das Berufenavi bietet den Jugendlichen einen strukturierten, jugendgerechten Zugang zu Informationen. Dies hilft ihnen dabei, eine begründete Berufswahl zu treffen, die mehr ihren persönlichen Interessen und weniger dem Mainstream folgt.“ sagt Forschungsdirektor Prof. Hubert Ertl.

Ein Portal für alle dank inklusiver Ansprache

Der Einstieg ins Portal erfordert eine erste Selbsteinschätzung der Jugendlichen, an welchem Punkt sie zu diesem Zeitpunkt individuell stehen. Wer seine Stärken noch nicht kennt, findet andere Unterstützung als jemand, der in einer bestimmten Region einen Ausbildungsplatz in seinem Wunschberuf finden möchte.

Kriterien für die Auswahl der verlinkten Angebote auf berufenavi.de waren neben einem relevanten Informationsgehalt eine jugendgerechte und barrierearme Aufbereitung der Informationen, eine möglichst genderneutrale Darstellung der Berufsbilder und die Kostenfreiheit für die Zielgruppe.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 14.10.2021