Bildungspolitik / Qualifizierung

Nationalen Weiterbildungsstrategie: Für eine neue Weiterbildungskultur in Deutschland

Zuhörer eines Vortrags sitzen in einer Reihe und applaudieren
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In Berlin wurde am 12. November der Startschuss für die Erarbeitung einer Nationalen Weiterbildungsstrategie gegeben. In der laufenden Legislaturperiode sollen eine neue Weiterbildungskultur etabliert, arbeitsmarkt- und bildungspolitische Instrumente besser verzahnt und Weiterbildungsprogramme von Bund und Ländern gebündelt werden. Die Nationale Weiterbildungsstrategie ist ein Kernelement der Fachkräftestrategie der Bundesregierung, die bereits Anfang November vorgestellt wurde. 

Am 12.11.2018 haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gemeinsam in Berlin mit den Sozialpartnern, Ländern, Kammern und der Bundesagentur für Arbeit den Auftakt für die Erarbeitung einer Nationalen Weiterbildungsstrategie gegeben. Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, sollen eine neue Weiterbildungskultur etabliert, arbeitsmarkt- und bildungspolitische Instrumente besser verzahnt und Weiterbildungsprogramme von Bund und Ländern gebündelt werden.

Innovative Wege zur Verknüpfung von Theorie und Praxis

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, hob hervor: „Wir machen uns jetzt auf den Weg zu einer Nationalen Weiterbildungsstrategie. Jeder Mensch hat Talente, Fähigkeiten und Potentiale. Wir brauchen in unserer Gesellschaft eine positive Weiterbildungskultur. Fort- und Weiterbildungen müssen für jeden Einzelnen eine Selbstverständlichkeit werden! Hierfür benötigen wir passende Angebote und Transparenz. Die Nationale Weiterbildungsstrategie soll innovative Wege zur Verknüpfung von Theorie und Praxis ermöglichen. Denn eine exzellente Aus- und Weiterbildung ist der Schlüssel zu unserem Wohlstand von morgen.“

Weiterbildung als Schlüssel der Fachkräftegewinnung 

Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, sagte dazu: „Die Arbeit wird uns auch in Zukunft nicht ausgehen. Gleichzeitig werden sich durch den digitalen Wandel Berufsbilder und Qualifikationsprofile verändern und neue Berufe entstehen. Dabei ist Weiterbildung der Schlüssel, um Fachkräfte zu gewinnen und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Menschen in Deutschland zu erhalten und zu erweitern. Berufliche Weiterbildung und Qualifizierung sind mehr denn je Voraussetzung, das eigene Berufsleben selbstbestimmt zu gestalten. Deutschland muss noch stärker als bisher zu einem Qualifizierungsland werden, zu einem Land des Lernens. Diesen Anspruch verfolgen wir mit der Nationalen Weiterbildungsstrategie.“

Nationale Weiterbildungsstrategie 

Die Nationale Weiterbildungsstrategie ist ein Kernelement der Fachkräftestrategie, die am 6. November 2018 von fünf beteiligten Bundesministern in Berlin vorgestellt wurde. Denn in einer digitalen Arbeitsgesellschaft ist Weiterbildung der Schlüssel zur Fachkräftesicherung und zur beruflichen Weiterentwicklung. Ziel der Nationalen Weiterbildungsstrategie ist es daher, alle Erwerbstätigen dabei zu unterstützen, ihre Qualifikationen und Kompetenzen im Wandel der Arbeitswelt zu erhalten, anzupassen, fortzuentwickeln und ihnen Auf- und Umstiege im Berufsleben zu ermöglichen.

Die Nationale Weiterbildungsstrategie baut auf bereits erfolgreich etablierten, aber auch geplanten Initiativen und Gesetzen der Bundesregierung auf. Zu nennen sind hier beispielsweise das Berufsbildungsgesetz, das Qualifizierungschancengesetz und das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz. Im Rahmen der Nationalen Weiterbildungsstrategie gilt es nun, gemeinsam mit den Ländern und den Sozialpartnern diese zu bündeln und weiterzuentwickeln.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung und Bundesministerium für Arbeit und Soziales vom 12.11.2018

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