Bildungspolitik / Ganztagsbildung

Merkel: Mehr Engagement des Bundes in der Bildungspolitik

Kinder an PCs
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Der Bund will mehr finanzielle Mittel in der Bildung zur Verfügung stellen. In ihrem Video-Podcast nennt Kanzlerin Merkel den Schulneubau und den Breitbandausbau an Schulen als Beispiele. Auch im Bereich der Ganztagesbetreuung brauche es eine neuerliche Initiative.

Bundeskanzlerin Angela Merkel stellt mehr Engagement des Bundes in der Bildungspolitik in Aussicht. In ihrem neuen Video-Podcast kündigt Merkel Hilfe bei der Lehrerweiterbildung an, "wenn es um digitale Fähigkeiten geht".  Zudem wolle der Bund in der nächsten Legislaturperiode Lehrinhalte in einer Lern-Cloud zur Verfügung stellen und Schulen besser ans Breitbandnetz anschließen. Von den sieben Milliarden Euro, die die Bundesregierung für finanzschwache Kommunen zur Verfügung stelle, könnten in Zukunft auch Mittel für Schulneubauten ausgegeben werden, so Merkel weiter. "Dafür werden wir sogar das Grundgesetz im Zusammenhang mit dem Bund-Länder-Finanzausgleich ändern."

Initiative für den Ganztag 

Sie denke, dass man auch im Bereich der Ganztagsbetreuung oder der Ganztagsschulen "nochmal eine Initiative" brauche, sagt Merkel. Sie rechnet damit, dass sich die Parteien hierzu positionieren. "Ich hoffe, dass daraus dann auch Projekte werden", fügt die Bundeskanzlerin hinzu. Es gebe inzwischen eine sehr gute Kleinkindbetreuung und den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Wenn die Kinder dann in die Grundschule kämen, sei die Betreuungssituation "oft noch sehr viel komplizierter". Merkel erwähnt auch das Bildungspaket für bedürftige Kinder und Jugendliche. "Hier", erklärt sie dazu, "werden wir in den nächsten Jahren auch schauen: Wirkt das wirklich so, wie wir uns das vorstellen? Oder müssen wir hier auch noch Verbesserungen vornehmen?"

Deutscher Schulpreis 

Die Bundeskanzlerin nimmt am Montag (29.5.) an der Verleihung des Deutschen Schulpreises in Berlin teil. Sie wird dort den Hauptpreis an die beste Schule Deutschlands überreichen. Sie besuche diese Veranstaltung sehr gerne, denn der Schulpreis sei ein belebendes Element in der Bildungspolitik, sagt Merkel. Schulen, die sehr interessante Projekte machten, könnten sich präsentieren und untereinander Erfahrungen austauschen. "Ich hoffe, dass viele Schulen auch dort hinschauen und überlegen, ob sie dann auch mal etwas Interessantes machen."

Der Video-Podcast und der vollständige Text des Beitrags ist unter www.bundeskanzlerin.de abrufbar. 

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung vom 27.05.2017

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