Bildungspolitik / Sozialpolitik

Konkrete Unterstützung deutscher Großstädte für ihr Bildungsmanagement

Gestresste Einkäufer
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Mit der "Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement" unterstützt die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung Großstädte ab 250.000 Einwohnern darin, ihr kommunales Bildungsmanagement strategisch weiterzuentwickeln.

Bildung ist ein zentrales Thema strategischer Stadtentwicklung

Strukturwandel, Flüchtlinge, knappe Ressourcen oder gerechte Bildungschancen – deutsche Großstädte stehen vor vielen Herausforderungen.

Die Transferagenturen für Großstädte begleiten und unterstützen Kommunen zunächst für drei Jahre durch Angebote wie Fortbildungen, Coachings, Fachtagungen und im Rahmen eines Großstadtnetzwerkes.

bildung urban. städte gestalten zukunft. – unter diesem Motto fand am 24. Februar der offizielle Auftakt der Transferagenturen für Großstädte in der Kalkscheune in Berlin statt. Rund 100 kommunale Vertreter sowie Akteure aus Wissenschaft, Stiftungen und Zivilgesellschaft aus 16 verschiedenen Großstädten diskutierten in Berlin Themen wie Bildungsmonitoring, Diversität oder Stadtentwicklung.

Stefan Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeministerium für Bildung und Forschung, betonte in seinem Eröffnungs-Grußwort die zentrale Rolle der Bildung für die zukunftsträchtige Gestaltung und Entwicklung unserer Städte. Er forderte die anwesenden Kommunalvertreter auf, sich aktiv an die Transferagenturen für Großstädte zu wenden, und verkündete gleichzeitig das gerade veröffentlichte Förderprogramm "Bildung integriert": "Die bundesweite Förderung von Städten, Stadtbezirken und Landkreisen ist ein Beitrag und ein Impuls, das Bildungsmonitoring und Bildungsmanagement in den Kommunen nachhaltig aufzubauen, weiterzuentwickeln und voranzutreiben."

Die Mitglieder des Deutschen Städtetages setzen sich seit Jahren dafür ein, dass Kommunen selbst die Bildungslandschaft vor Ort gestalten können. Auf der heutigen Tagung zog Klaus Hebborn, Beigeordneter des Deutschen Städtetages ein Fazit: "Bildung ist in den Kommunen zur Zukunftsstrategie im
Wettbewerb um Unternehmen und Fachkräfte geworden. Standort- und Stadtentwicklung ohne die Entwicklung der kommunalen Bildungslandschaft ist heute nicht mehr denkbar. Gleichwohl ist Bildung auch eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen. Hier muss der Bund sich stärker engagieren dürfen, deshalb fordert der Deutsche Städtetag seit Jahren die Abschaffung des Kooperationsverbotes."

Hintergrundinformationen

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) bringt ihre fachliche und moderierende Expertise ein. Dr. Heike Kahl, Geschäftsführung der DKJS: "Wir verfügen als Stiftung über starke regionale Strukturen und wissen was vor Ort gebraucht wird. In unserer unabhängigen Rolle können wir die Großstädte gut beraten und tun dies momentan in einer spannenden Analysephase mit den Städten und Bezirken."

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) setzt sich für Bildungserfolg und gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen ein. Für dieses Ziel bringt die DKJS Akteure aus Staat, Wirtschaft, Praxis und Zivilgesellschaft zusammen und entwickelt mit ihnen praktische Antworten auf aktuelle Herausforderungen im Bildungssystem.

Die Transferagenturen für Großstädte der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung unterstützen Städte beim Aufbau eines datengestützten Bildungsmanagements. Sie sind Teil der "Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement". Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.
Partner sind die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S, die Bürgerstiftung Bremen, die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, die Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg und die Bremer Senatorin für Bildung und Wissenschaft. 

Quelle: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gemeinnützige GmbH vom 24.02.2015

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