Medienbildung

Klickwinkel Wettbewerb 2021 entschieden

Ein Kind sitzt vorm PC und jubelt
Bild: Annie Spratt - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Beim „Klickwinkel Wettbewerb“ der Vodafone Stiftung wurden fünf Schüler/-innen-Teams aus Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Berlin und Baden-Württemberg für Medienbeiträge ausgezeichnet. Über 230 Schüler/-innen nahmen am Medienwettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten teil. Die nominierten Beiträge setzen sich mit Themen wie sexueller Belästigung oder Grenz- und Schulschließungen während der Corona-Pandemie auseinander

Wer darf zu Podiumsdiskussion eingeladen werden? Was bedeutet es, wenn offene Landesgrenzen auf einmal geschlossen werden? Und welche Rolle spielt das Phänomen Catcalling für Mädchen und junge Frauen? Mit diesen und vielen weiteren Themen beschäftigten sich die Teilnehmer/-innen des diesjährigen Klickwinkel Wettbewerbs, der auch unter dem Eindruck der aktuellen Pandemie stand. Eine unabhängige Jury von prominenten Medienexpert/-innen sichtete die Beiträge – jetzt stehen die Preisträger/-innen fest.

Fünf Schüler/-innen-Teams aus vier Bundesländern ausgezeichnet

Fünf Schüler/-innen-Teams aus vier Bundesländern haben in der dritten Runde des Klickwinkel Videowettbewerbs der Vodafone Stiftung Deutschland eine Auszeichnung erhalten. Die Preisverleihung fand als virtuelles Live-Event statt.

Der erste Platz geht an die Schüler Simon R. und Dominik R. des Gymnasium St. Michael in Paderborn: In ihrem Video sind die Neuntklässler der Frage nachgegangen, ob zu Podiumsdiskussionen an Schulen Politiker/-innen des gesamten parteipolitischen Spektrums eingeladen werden sollten.

Über den zweiten Platz darf sich die Schülerinnengruppe des Augustum Annen Gymnasiums in Görlitz freuen, die der Geschichte des deutsch-polnischen Grenzübergangs in die Nachbarstadt Zgorzelec auf den Grund geht, der pandemiebedingt geschlossen wurde.

Mit dem dritten Platz wird eine Schülergruppe der Leibniz Schule Berlin ausgezeichnet: Mit einfühlsamen Interviews zeichnet das fünfköpfige Team die Situation sozial benachteiligter Schüler/-innen in der Corona-Pandemie nach.

Leon G., Schüler des Gymnasiums Dresden Cotta, erhält den Sonderpreis „Originalität“ für seine kreative Beschreibung des schon fast hundertjährigen Konfliktes um die Jogginghose. Der Preis für den besten Podcast geht an vier Schülerinnen des Kreisgymnasiums Neuenburg: Ihr Podcast macht deutlich, dass auch schon junge Mädchen von der verbalen sexualisierten Belästigung des „Catcalling“ betroffen sind.

Moderator der Veranstaltung und Jury-Mitglied Mirko Drotschmann („MrWissen2go“) wünscht sich eine stärkere Verankerung des Themas im Unterricht: „Quellen und Informationen zu bewerten sowie ausgewogen auf ein Thema zu schauen: All das haben viele junge Menschen beim Klickwinkel Wettbewerb erfolgreich gemeistert. Ich wünsche mir, dass der kompetente Umgang mit Medien nicht mehr vom persönlichen Glück abhängt, sondern an Schulen zukünftig flächendeckend vermittelt wird.“

Wettbewerb gegen Desinformation und Hasskommentare

Insgesamt nahmen über 230 Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 bis 19 Jahren am Wettbewerb teil. Nach einer ersten Begutachtung schafften es 13 Teams in die Vorauswahl. Die eingereichten Beiträge stammten von Schüler/-innen-Teams aus zwölf Bundesländern. Die von der Vodafone Stiftung Deutschland ins Leben gerufene Initiative Klickwinkel wendet sich mit dem Wettbewerb gegen Desinformation und Hasskommentare und setzt sich für die Förderung einer offenen und vielfältigen Meinungsbildung im Internet ein. Die Schirmherrschaft hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen.

Der Klickwinkel Wettbewerb richtet sich an Schülerinnen und Schüler von 13 bis 19 Jahren. Die Teilnehmenden sollen ihre Alltagswelt verlassen und Themen entdecken, die Menschen in ihrer Umgebung bewegen. In selbstproduzierten Videos, Podcasts oder Bild-Text-Stories sollen unterschiedliche Perspektiven aufgezeigt, Fakten und Hintergründe recherchiert und konstruktiv nach Lösungsansätzen für die dargestellten Probleme gesucht werden.

„Das Pandemiejahr hat uns vor Augen geführt, dass die Themen und Belange junger Menschen viel zu oft kein Gehör finden. Umso wichtiger ist es, die Stimme der Jugend gerade jetzt zu stärken. Ich freue mich über die vielfältigen und – trotz erschwerten Bedingungen – durchweg engagierten Beiträge, die uns in diesem Jahr erreicht haben," so Inger Paus, Vorsitzende der Geschäftsführung der Vodafone Stiftung Deutschland.

Der Jury gehören vier prominente Medienmacherinnen und Medienmacher an, die sich aktiv für eine offene Gesellschaft und eine starke Demokratie einsetzen: Mirko Drotschmann (MrWissen2Go), Eva Schulz (Deutschland3000), Daniel Budiman (Rocket Beans Entertainment) und Moritz Müller-Wirth (DIE ZEIT).

Quelle: Vodafone Stiftung vom 10.06.2021

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