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Bildungspolitik

Kempen: "Keine Abkehr vom Weg besserer Bildungsfinanzierung"

Vor dem sogenannten Bildungsgipfel hat DHV-Präsident Kempen Bund und Länder aufgefordert, von den im Grundsatz beschlossenen höheren Bildungsausgaben keine Abstriche zu machen.

"Es hat Jahrzehnte gedauert, um die Erkenntnis, dass die Zukunft Deutschlands vor allem von seinem Bildungssystem und seiner Finanzierung abhängt, in konkrete Politik umzuwandeln. Mit der Ausrufung der "Bildungsrepublik Deutschland" als prioritäres Politikziel und der deutlichen Erhöhung der Finanzmittel für Bildung und Forschung ist Deutschland endlich auf dem richtigen Weg. Kleinmut und faule politische Kompromisse dürfen uns von diesem Weg nicht abbringen", erklärte Kempen. Je notwendiger in Bund und Ländern Sparhaushalte würden, desto wichtiger seien die Erhöhungen der Bildungsausgaben. "Am Ziel, 10 Prozent des Bruttoinlandsproduktes bis 2015 für Bildung und Forschung zu verwenden, darf es keine Abstriche geben", erklärte Kempen.

Der DHV-Präsident sprach sich auch für die dringend notwendige Erhöhung des BAFöG aus und unterstrich Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit des vom Bund geplanten nationalen Stipendienfonds. "Das ist ein hervorragendes Projekt, dessen Vorteile bislang nicht ausreichend erkannt und dessen Probleme bislang überbewertet wurden", so Kempen. Der nationale Stipendienfonds berge ein immenses Fundraising-Potential und wirke sich beflügelnd auf die Alumnikultur der Hochschulen aus. Entscheidend sei aber, dass in Deutschland endlich in die im internationalen Vergleich erschreckend geringe Stipendienquote Bewegung komme. Den von Länderseite bislang erhobenen Bedenken könne durch eine geschickte Gestaltung des Programms Rechnung getragen werden. Eine aktuelle Studie der "Stiftung Stipendienfonds OWL" zeige modellhaft, dass ein Stipendienprogramm nicht zwangsläufig zu dem Ergebnis führen müsse, vornehmlich Akademikerkinder zu fördern. 57 Prozent der OWL-Stipendien seien an Studierende vergeben worden, deren Eltern keine akademische Bildung hatten. Der Einwand, dass die einzelnen Hochschulen je nach Standort unterschiedlich erfolgreich seien, den Komplementäranteil des Stipendiums einzuwerben, müsse als Auftrag verstanden werden, ein individuell gestricktes Programm zu entwerfen. "Nirgendwo steht geschrieben, dass eine hälftige Finanzierung der Stipendien flächendeckend für alle Länder und Hochschulstandorte in Deutschland gelten muss", erklärte Kempen abschließend.

Quelle: Deutscher Hochschulverband

ik

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