Bildungspolitik / Flucht und Migration

Katholische Elternschaft befürwortet Bundesweites Integrationsprogramm

„Die Katholische Elternschaft Deutschlands (KED) ist erfreut über das letzte Woche beschlossene Bundesweite Integrationsprogramm“, betont KED-Bundesvorsitzende Marie-Theres Kastner. „Endlich macht eine Bundesregierung die Stärkung der Bildungs- und Erziehungskompetenzen von Eltern mit Migrationshintergrund und die Unterstützung ihrer Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen zu ihrer Kernforderung und übernimmt damit zentrale Positionen der KED, die seit über 50 Jahren für eine gelingende Erziehungspartnerschaft mit Eltern in Kita und Schule eintritt."

Dass diese Partnerschaft bisher gerade bei sozial schwachen Eltern kaum gelingt, ist ein entscheidender Grund für die Bildungsmisere in Deutschland. Das Integrationsprogramm ist ein sachlich-konstruktiver Beitrag für mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland“, sagt Kastner. „Es listet die Fülle der bisherigen Initiativen auf Landes-, Bundes- und kommunaler Ebene im Bereich der Elternbildung und Elternbeteiligung auf und arbeitet Schwachpunkte sowie Lösungsansätze heraus.

Dass das Integrationsprogramm fundamentale Schwachpunkte bei der Regelung von Zuständigkeiten und bei der koordinierten strukturellen und verbindlichen Verankerung bedarfsgerechter Ansätze moniert, sollte uns allerdings auch zu denken geben. Die Verwendung geeigneter Konzepte und Erkenntnisse darf nicht länger vom Engagement Einzelner abhängen und nur begrenzte Wirkungen erzielen. Die politisch Verantwortlichen sind es den betroffenen Eltern, Erziehern, Lehrern und Kindern ebenso wie den Steuerzahlern schuldig, nun zügig die notwendigen Rahmenbedingungen für eine effiziente Nutzung des vorhandenen Know-hows zu schaffen.“

 Quelle: Katholische Elternschaft Deutschlands (KED)

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