Bildungspolitik / Coronavirus

Kanzlerin Merkel: Digitalisierung der Schulen mit Hochdruck vorantreiben

Teenager unterschiedlicher Herkunft sitzen in der Bücherei mit Laptops und Tablet.
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In ihrem wöchentlichen Video-Podcast betont Bundeskanzlerin Merkel die besonderen Herausforderungen für Schulen und in der Kindertagesbetreuung während der Cornona-Pandemie. Dabei sei die Bedeutung des digitalen Lernens besonders deutlich geworden. Am 21. September 2020 beraten die Kultusministerinnen und -minister der Länder gemeinsam mit der Kanzlerin über konkrete Maßnahmen zum Ausbau der digitalen Infrastrukturen an den Schulen.

Von den einschneidenden Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie waren durch die flächendeckenden Schließungen besonders die Schulen und Kitas und damit Millionen Kinder, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher und Lehrerinnen und Lehrer betroffen. Darauf verweist Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem aktuellen Video-Podcast. 

Kinder und Jugendliche dürfen nicht die Verlierer der Pandemie sein

„Eine völlig neue Situation und eine große Herausforderung für alle Beteiligten: Von heute auf morgen musste der Schulalltag komplett auf das Lernen zu Hause umgestellt werden“, sagt Merkel. Dabei sei deutlich geworden, wie wichtig Lernen mit digitalen Medien und digitale Bildungsformate seien – aber auch, was alles noch nicht funktioniere. „Daher müssen wir die Digitalisierung der Schulen mit Hochdruck weiter vorantreiben. Wir brauchen sie als eine unverzichtbare Ergänzung zum Präsenzunterricht“, so die Kanzlerin.

Kinder und Jugendliche dürften nicht die Verlierer der Pandemie sein, unterstreicht die Bundeskanzlerin. „Dies ist mir auch persönlich ein ganz wichtiges Anliegen.“ Der Bund unterstütze die Länder mit massiven Investitionen. Allein innerhalb des Digitalpaktes Schule fördere er mit insgesamt sechs Milliarden Euro den Aufbau digitaler Lern- und Infrastrukturen an den allgemeinbildenden und den beruflichen Schulen. 

Auf- und Ausbau der digitalen Lern- und Infrastrukturen

Am kommenden Montag trifft die Kanzlerin die Kultusministerinnen und Kultusminister der Länder. „Wir haben konkrete Vorstellungen, über die wir sprechen wollen: Alle Schulen sollen so schnell wie möglich an das schnelle Internet angeschlossen werden.“ Außerdem bräuchten alle Lehrerinnen und Lehrer die geeigneten Computer für digitalen Unterricht, sagt Merkel. 

„Ich bin sehr froh, dass die Schulen nach den Sommerferien den Präsenzbetrieb wieder aufgenommen haben, auch wenn der Alltag unter ‚Corona-Bedingungen‘ noch nicht wieder so ist wie vorher“, betont Merkel. Sie dankt allen, die zusammen Schule ausmachen: Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und natürlich den Eltern. „Danke für Ihr großes Engagement, Ihre Kreativität und Ihre Geduld in dieser besonderen, auch nervenaufreibenden Zeit.“

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung vom 19.09.2020

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