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Bildungspolitik

Grundsatzpapier der unionsgeführten Länder zu differenziertem Bildungswesen vorgestellt

Auf individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler statt auf Einheitsschule setzen die unionsgeführten Länder in der Schulpolitik. Dies haben heute in Berlin Kultusministerin Prof. Dr. Marion Schick (Baden-Württemberg), Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (Bayern) und Kultusminister Prof. Dr. Roland Wöller (Sachsen) betont. Gemeinsam stellten sie in der Bundespressekonferenz ein bildungspolitisches Grundsatzpapier der unionsgeführten Länder vor. Unter dem Titel „Individuelle Förderung statt Einheitsschule“ präsentierten sie „12 Thesen zum differenzierten Schulsystem: anschlussfähig - individuell - zukunftsfähig“. Intention des Grundsatzpapiers ist es, die Gemeinsamkeiten und Zielsetzungen der unionsgeführten Länder in der Bildungspolitik herauszuarbeiten und öffentlich darzustellen.

„Im Mittelpunkt steht dabei die bestmögliche Förderung unserer Kinder und Jugendlichen“, unterstrichen Marion Schick, Ludwig Spaenle und Roland Wöller. Dass dies gelinge, zeigten auch die Ergebnisse von Vergleichsstudien. In der PISA-E-Studie 2006 und dem Bildungsvergleich der deutschen Länder vom Juni 2010 hatten die Schülerinnen und Schüler von Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen sehr gut abgeschnitten.

„Gerade ein differenziertes Schulwesen mit seinen vielfältigen Angeboten entspricht den einzelnen Schülerinnen und Schülern mit ihren Fähigkeiten, Bedürfnissen und Interessen“, so Bayerns Kultusminister. „In den unionsregierten Ländern setzen wir darauf“, so der Minister, „bei unseren Kindern und Jugendlichen Talente und Begabungen zu entdecken und sie daraufhin bestmöglich zu fördern und zu entwickeln. Dabei haben wir auch die Aufgabe, die Menschen zu unterstützen und vorhandene Schwächen auszugleichen“. Kultusminister Wöller ergänzte: „Als Leitprinzipien unseres Bildungswesens gelten dabei die Qualität und die Gerechtigkeit. Jeder zählt! Das ist der Anspruch eines gerechten Schulsystems."

Unter „Qualität“ subsumierten die Minister alle Anstrengungen, um Unterricht und Schule weiter zu verbessern. „Nur so können wir unsere jungen Menschen optimal auf die Anforderungen von Gesellschaft und Wirtschaft vorbereiten.“ Unter dem Stichpunkt „Gerechtigkeit“ geht es für Minister Spaenle darum, dass alle jungen Menschen sich sehr gut entfalten können und dabei bestmöglich unterstützt werden - unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft. Dies gelte auch für Menschen mit Migrationshintergrund. „Die Durchlässigkeit des differenzierten Schulwesens spielt dabei eine zentrale Rolle“, ergänzte er. Unabhängig vom Elternhaus müssen wir sicherstellen, dass leistungsfähige junge Menschen den Weg zur Hochschule gehen können. Der Staat übernehme dabei die Rolle des pädagogischen Schulwegbegleiters.

Ministerin Schick hob hervor, dass insbesondere das berufliche Bildungswesen eine Vielzahl von Möglichkeiten für begabte Schülerinnen und Schüler biete, nach dem Hauptschulabschluss oder dem Mittleren Bildungsabschluss den weiteren Weg bis zur Hochschulreife zu gehen. „Die beruflichen Schulen tragen damit in hohem Maße zur Durchlässigkeit des Bildungssystems bei“, so Marion Schick. Kontinuität und Verlässlichkeit blieben auch weiterhin Eckpfeiler konservativer Bildungspolitik. „Wir werden unsere bildungspolitische Verantwortung weder nach oben noch nach unten abwälzen. Weder bundeseinheitlicher Zentralismus noch das neue rot-grüne Allheilmittel einer vermeintlichen Kommunalisierung der Bildung werden die Zukunftsaufgaben, vor denen wir stehen, lösen“, betonte die baden-württembergische Kultusministerin.

Der Hyperlink führt zum Grundsatzpapier.

http://www.kultusportal-bw.de/servlet/PB/-s/1n46x7y1dto49nf4m250gul7h915u341d/show/1276315/230_12%20Thesen%20-%20Diff%20Bildungssystem.pdf

Herausgeber: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

 

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