Bildungspolitik / Flucht und Migration

Gründung von 15 Sprachbildungszentren in Niedersachsen

Sprechblasen in verschiedenen Formen und Farben
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Niedersachsen bündelt Kompetenzen im Bereich der Sprachförderung: Kultusministerin Frauke Heiligenstadt gibt grünes Licht für die landesweite Gründung von 15 Sprachbildungszentren in Niedersachsen.

Die Sprachbildungszentren sollen Schulen aller Schulformen im Bereich der durchgängigen Sprachbildung, der interkulturellen Schulentwicklung und der Mehrsprachigkeit beraten und unterstützen. Sie entwickeln darüber hinaus Netzwerke und arbeiten eng mit Kooperationspartnern vor Ort zusammen. Wichtige Partner sind dabei die Kommunen, Landkreise und Bildungsregionen.

"Basis für eine positive Bildungsbiografie aller Schülerinnen und Schüler sind gute Grundlagen im Bereich Sprache. Deshalb soll an niedersächsischen Schulen kein Kind an der Sprachbarriere scheitern", erläutert Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt. Die Sprachbildungszentren sollen die Kompetenzen im Bereich Deutsch als Zweit- und Bildungssprache bündeln und Schulen umfassend beraten und unterstützen.

Die Entscheidung für die Schaffung der Sprachbildungszentren ist das Ergebnis der Auswertung der Erfahrungen mit dem Pilotprojekt "DaZNet - Netzwerk für Deutsch als Zweit- und Bildungssprache, Mehrsprachigkeit und Interkulturelle Kompetenz". An diesem Projekt hatten sich von 2010 bis 2015 insgesamt 145 Schulen an zuletzt 14 Standorten in Niedersachsen beteiligt. Es wurden in dieser Zeit Lehrkräfte in Fragen der Sprachbildung und Sprachförderung fortgebildet und Sprachbildungs- und Sprachfördermaßnahmen im Unterricht erprobt.

"Unser Ansatz kommt nicht nur den Schülerinnen und Schülern mit Zuwanderungsgeschichte und ganz aktuell Flüchtlingskindern zugute. Es hilft auch vielen anderen, denn die so genannte Bildungssprache, die insbesondere im Fachunterricht eine große Rolle spielt, lernen die meisten Schülerinnen und Schüler erst in der Schule. Im Bereich der Sprachförderung hat sich schon vieles zum Guten bewegt - hierfür danke ich den Lehrkräften für ihren engagierten und fachkundigen Einsatz", sagte Ministerin Heiligenstadt.

Die ersten Sprachbildungszentren sollen schon im Schuljahr 2015/16 ihre Arbeit aufnehmen und vorrangig zunächst an den Standorten der bisherigen DaZNet-Zentren entstehen. Hier kann gut auf bereits bestehende Strukturen aufgebaut werden. Die entsprechenden Stellen sind ausgeschrieben.

Sprachbildungszentren sind an folgenden Standorten geplant:
Braunschweig, Celle, Delmenhorst, Göttingen, Hannover, Hannover Region (Garbsen), Hildesheim, Lüneburg, Meppen, Oldenburg, Oldenburg Region, Osnabrück, Salzgitter, Stade, Wolfsburg.

Quelle: Niedersächsisches Kultusministerium vom 02.06.2015

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