Pandemiefolgen

GEW zum „Aktionsprogramm Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“

Zwei Mädchen laufen über eine grüne Wiese
Bild: Atoms - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt ausdrücklich, dass ihre Forderung, dass die Gelder für das „Aktionsprogramm“ vor allem in die Kitas und Schulen fließen sollen, aufgegriffen worden ist. Richtig sei auch, dass die Bildungsangebote auch Kultur und Sport umfassen.

„Der Ansatz des Programms geht in die richtige Richtung. Nun ist es wichtig, dass die Reibungsverluste, die wir in der Umsetzung des Digitalpaktes gesehen haben, vermieden werden. Die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen muss unbürokratischer und zügiger gelingen“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Mittwoch mit Blick auf den Kabinettsbeschluss zum „Aktionsprogramm Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ am Mittwoch in Frankfurt a.M. „Wenn die Mittel verteilt werden, muss die Situation armer Kommunen, Stadtviertel und von Schulen mit besonderen pädagogischen Herausforderungen besonders beachtet werden.“ Um Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen für die Ferien- und Förderprogramme zu gewinnen, sei auch aufsuchende und beratende Sozialarbeit notwendig. Die Bundesmittel sollten deshalb auch genutzt werden, „die Schulsozialarbeit auf eine solide Basis zu stellen“.

Sport, Kreativität und Erholung muss gefördert werden

„Sommercamps und Ferienprogramme sollen nicht nur das Lernen in den Fächern fördern, sondern auch Sport, Kreativität und Erholung bieten“, betonte Ilka Hoffmann, GEW-Vorstandsmitglied Schule. Viele Kinder hätten während der Pandemie unter Bewegungsmangel und seelischem Stress gelitten, jetzt müssen sie in der ganzen Persönlichkeit gestärkt werden. „Alle Angebote müssen inklusiv und barrierefrei sein, damit nicht wieder Kinder und Jugendliche mit Unterstützungsbedarf benachteiligt werden“, sagte Hoffmann. „Schulen brauchen mehr Zeit, um die Kinder und Jugendlichen auch psychisch aufzufangen und auf deren individuelle Situation einzugehen. Deshalb sollten die Länder den Schulen mehr Flexibilität bei der Gestaltung von Leistungsüberprüfungen, der Gestaltung der Stundentafel und bei Prüfungen geben. Der Druck, den Stoff eins zu eins nachzuholen und abzuprüfen, muss raus!“.

Quelle: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft vom 05.05.2021

Info-Pool