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Digitalisierung und Medien / Bildungspolitik

Tag der Medienkompetenz - Medien verbinden Menschen

Medienkompetenz ist heute eine Schlüsselqualifikation, um an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft teilzuhaben. Das Land Niedersachsen verfügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur für dieses Aufgabenfeld. In zahlreichen Projekten wird Medienkompetenz vermittelt. "Wir klären Menschen über Nutzen und Gefahren der Mediennutzung auf, damit sie kritisch mit Medien und ihren Inhalten umgehen können."

"Doch nur gemeinsam mit den Medienanbietern lässt sich das Ziel eines sicheren Umgangs mit Medien erreichen", erklärte Niedersachsens Sozial- und Familienministerin Mechthild Ross-Luttmann am heutigen Tag der Medienkompetenz. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff, der als Schirmherr die Veranstaltung eröffnete, ist überzeugt: "Die Vermittlung von Medienkompetenz ist eine generationenübergreifende Aufgabe. Sie ist heute so unverzichtbar wie lesen, schreiben und rechnen."

"Mit dem Konjunkturprogramm II haben wir einen Schwerpunkt für die Medienausstattung der Grundschulen gesetzt, denn Medienkompetenz muss frühzeitig vermittelt werden", sagte Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann.

Damit Eltern mehr darüber erfahren, was in Kinder- und Jugendzimmern wirklich gespielt wird, seien erfolgreiche niedersächsische Projekte wie die "Eltern-Medien-Trainer" bundesweit auszudehnen, so die Ministerin. Bislang sind in Niedersachsen 69 Trainerinnen und Trainer ausgebildet. Ein zukünftiger Fokus der Trainer liegt auf Eltern mit Migrationshintergrund und auf bildungsferne Schichten. Ross-Luttmann: "Die schärfsten Gesetze der Welt sind nutzlos, wenn Eltern nicht wissen, was in Kinder- und Jugendzimmern abgeht und was in ihren Kindern vorgeht."

Mit Eltern-LAN-Partys erhalten Eltern Einblick in unterschiedliche Computerspiel-Genres und in Qualität, Wirkung und Gefahren von Spielen. Seit 2007 hat das Sozialministerium 16 dieser Partys veranstaltet, in naher Zukunft sind fünf weitere geplant. "Ich setze mich dafür ein, den Jugendschutz im Bereich der Computerspielsucht dort zu aktivieren, wo es auch jetzt schon möglich ist. Lange auf Forschungsergebnisse oder die Anerkennung einer Computerspielsucht zu warten, ist das falsche Signal", betonte Ross-Luttmann.

Niedersachsens Ziel ist, Sucht auslösende Spielelemente von vornherein zu vermeiden oder zumindest zu minimieren. "Es kann nicht sein, dass Schülerinnen und Schüler von ihren Hausaufgaben abgehalten werden, weil sie bei einer Spielunterbrechung den Verlust ihrer bis dahin gesammelten Punkte fürchten müssen. Die Spieleindustrie muss mit uns an einem Strang ziehen und Mechanismen in ihre Spiele einbinden, die beispielsweise den Punktestand speichern oder die tägliche Spieldauer begrenzen", forderte die Ministerin.

Es ist ausgesprochenes Ziel der Landesregierung, den Konsum von nicht für Minderjährige freigegebenen Spielen und Videos durch Kinder und Jugendliche wirksam zu erschweren und auch tatsächlich einzudämmen. Gemeinsam mit zehn anderen Bundesländern prüft das Land, ob Alterskennzeichen bei Computerspielen auch nachträglich noch vorgenommen werden können.

Als Mitveranstalter des Tages der Medienkompetenz unterstreicht Reinhold Albert, Direktor der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM), dass es besonders wichtig ist, die Medienkompetenz auch der Erzieherinnen und Erzieher sowie der Lehrkräfte des Landes zu stärken. Dieser Aufgabe widmet sich die NLM mit landesweit sechs Multimediamobilen, die jedes Jahr rund 1.500 Lehrerinnen und Lehrer in Sachen aktive Medienarbeit im Unterricht fit machen. Hinzu kommen jährlich rund 100 Veranstaltungen im Rahmen der NLM-Aktion "Sicheres Internet", an denen rund 2.000 pädagogische Multiplikatoren teilnehmen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration

 

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