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Bildungspolitik

Lob für bessere Zugänge zum Studium

Das Forum Hochschule und Kirche (FHoK) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) begrüßen die Gesetzesentwürfe für eine BAföG-Erhöhung und die Einführung eines neuen Nationalen Stipendienprogramms.

Bonn / Düsseldorf, 21. April. Beide Organisationen unterstützen die Absicht, mit diesen Maßnahmen weitere Kreise von Studienberechtigten zum Studium zu ermutigen. Sie hoffen, dass damit eine regelmäßige Anpassung der BAföG-Leistungen und der elterlichen Freibeträge an die Entwicklung der Lebenshaltungskosten und der Löhne eingeläutet wird. In der Umsetzung insbesondere des neuen Nationalen Stipendienprogramms haben beide Dachverbände noch eine Reihe von wichtigen Fragen. Dazu gehört die Ausgestaltung der Auswahlverfahren, die in der Praxis nicht auf rein fachbezogene Leistungen abheben dürfen. 

„Die Erhöhung der BAföG-Förderbeträge um zwei Prozent und der Elternfreibeträge um drei Prozent nur zwei Jahre nach der letzten BAföG-Novelle sind einfach nur toll. Ein Wehrmutstropfen ist dabei, dass das Betreuungsgeld für Studierende mit Kind, das zurzeit 113 € beträgt, um keinen Cent angehoben werden soll“, so Jürgen Weber, Vorsitzender des FHoK. „Auch eine stärkere Anerkennung von ehrenamtlichen Leistungen von Studierenden - nicht nur innerhalb der Hochschulen, sondern auch in Verbänden, Initiativen und Organisationen - ist dringend erforderlich“, ergänzt die BDKJ-Vorsitzende Ursula Fehling. „Wer sich außerhalb von Hörsälen für Gesellschaft engagiert muss auch länger BAföG beziehen dürfen.“

BDKJ und FHoK begrüßen auch grundsätzlich die Einführung eines Nationalen Stipendienprogramms (NaStip), mit dem Ziel, weiteren Kreisen von Studierenden ein Stipendium zugänglich zu machen. „Der Einsatz von zusätzlichen öffentlichen Mitteln muss dabei zum Ziel beitragen, bestehende Ungerechtigkeiten im Bildungssystem abzubauen. Stipendien, die auch Kriterien wie Begabung und ehrenamtliches Engagement berücksichtigen, können hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Dann allerdings sollte zur finanziellen Förderung die ideelle hinzukommen. Gerade für weniger privilegierte Studierende kann der Aufbau von Netzwerken im Rahmen eines Stipendienprogramms entscheidend für den Zugang zu Führungspositionen in Medien, Wirtschaft, Politik und Verwaltung sein“, betont Ursula Fehling. „Diese ideele Förderung kann natürlich nicht so umfassend wie bei den Begabtenförderwerken sein. Und die Hochschulen können so etwas kaum allein stemmen“, führt Jürgen Weber aus. Andere Organisationen könnten hier ergänzend in vielfältiger Form aktiv werden. „Wir als Jugendverbände und als Kirche an den Hochschulen sind bereit, Projekte und Ideen für diesen Bereich zu entwickeln “, erklären Fehling und Weber gemeinsam. 

Herausgeber: Bund der Deutschen Katholischen Jugend

ik