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Bildungspolitik / Flucht und Migration

Kultusministerkonferenz und Integrationsbeauftragte vertiefen ihre Zusammenarbeit

Investitionen in die Bildung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien müssen weiterhin hohe Priorität haben. Darauf haben sich die Kultusministerkonferenz und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Maria Böhmer, gestern im Rahmen ihres jährlichen Meinungsaustausches verständigt.

Zur Vertiefung ihrer Zusammenarbeit wurde eine länderoffene Arbeitsgruppe „Integration durch Bildung“ gegründet.

Beide Seiten bekräftigten die Bedeutung von Bildungsinvestitionen und der gezielten individuellen Förderung von jungen Migranten. „Wer an der Bildung spart, verschlechtert die Startchancen von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien. Noch immer verlassen ausländische Jugendliche im Schnitt etwa doppelt so häufig wie gleichaltrige Deutsche die Schule ohne Abschluss“, erklärte Böhmer. Sie betonte weiter: „Schulen mit einem hohen Migrantenanteil müssen nicht weniger, sondern mehr gefördert werden. Die Schulen brauchen mehr Geld, mehr Lehrer und Schulsozialarbeiter sowie mehr Zeit. Wer auf dem Rücken der jungen Migranten spart, schadet sich langfristig selbst: Durch den Fachkräftemangel ist unser Land dringend auf die Potenziale der Jugendlichen aus Zuwandererfamilien angewiesen. Langfristig zahlt sich eine bessere Bildung von jungen Migranten gesellschafts- und wirtschaftspolitisch aus“, so Staatsministerin Böhmer.

Die Kultusministerkonferenz und die Staatsministerin betonten die Notwendigkeit von Bildungsinvestitionen, um die im Nationalen Integrationsplan verabredeten Ziele zu erreichen. Dazu gehören insbesondere die deutliche Verminderung der Schulabbrecherzahlen bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund und die Verbesserung ihrer Ausbildungsreife. Kultusministerkonferenz und Integrationsbeauftragte haben mit ihren Beschlüssen zum Ausbildungspakt gemeinsam dazu beigetragen, dass Jugendliche aus Zuwandererfamilien im Ausbildungspakt zukünftig verstärkt in den Blick genommen werden. Die Kultusministerkonferenz hat ihre Maßnahmen in ihrer Förderstrategie für leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler gebündelt. „Die Förderung leistungsschwächerer Schülerinnen und Schüler kann nur gelingen, wenn die unterschiedlichen Ressourcen und Verantwortlichkeiten im Bildungsbereich miteinander verbunden und abgestimmt werden“, erklärte Präsident Spaenle.

Weitere Schwerpunkte des heutigen Gesprächs waren die Mitarbeit der Kultusministerkonferenz bei der Weiterentwicklung des Nationalen Integrationsplans, die Verbesserung der frühkindlichen Sprachförderung und der Elternarbeit sowie die Gewinnung von Lehrkräften mit Migrationshintergrund. „Lehrkräfte mit Migrationshintergrund können positive Rollenbilder vermitteln und bei der kulturellen Verständigung helfen“, sagte Präsident Spaenle. Er betonte gleichzeitig die Rolle einer kontinuierlichen Sprachförderung für eine gelingende Integration.

Erörtert wurden zudem die vorgesehenen gesetzlichen Regelungen zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse. „Dass Bund und Länder in diesem Punkt an einem Strang ziehen ist eine wichtige Weichenstellung. Die zugewanderten Akademiker und Fachkräfte sind eine Bereicherung für unser Land. Sie müssen ihr Potenzial endlich einbringen können“, erklärte Staatsministerin Böhmer. 

Kultusministerkonferenz und Integrationsbeauftragte stimmen überein, dass Integration „vor Ort“ stattfindet. Sie bekräftigen daher, dass die in der Gemeinsamen Erklärung der Kultusministerkonferenz und der Migrantenorganisationen vom 13.12.2007 verabredete Zusammenarbeit vor Ort zügig umgesetzt werden muss.

Mehr Informationen unter: http://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2007/2007_12_13-Integration.pdf

Quelle: Kultusministerkonferenz

ik

 

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