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Bildungspolitik

GEW: "Proteste wirken - Schavan muss jetzt Gesetzentwurf vorlegen!"

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Ankündigung von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU), die Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) zu erhöhen, begrüßt. "Die Proteste wirken - der von der GEW unterstützte 'Bildungsstreik' der Studierenden und Schüler hat der Bundesbildungsministerin ein wichtiges Zugeständnis abgetrotzt.

"Wir fordern Frau Schavan auf, jetzt Nägel mit Köpfen zu machen und umgehend einen Gesetzentwurf zur Verbesserung des BAföG' vorzulegen", sagte das für Hochschulen verantwortliche GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller.

Eine Verbesserung des BAföG müsse an mehreren Stellschrauben ansetzen, erläuterte Keller: "Wir brauchen höhere Bedarfssätze, die mit den steigenden Lebenshaltungskosten Schritt halten. Höhere Freibeträge sollen dafür sorgen, dass deutlich mehr Studierende als bisher gefördert werden. Zudem muss die Altersgrenze von 30 Jahren endlich gestrichen werden, damit Absolventinnen und Absolventen von Bachelor-Studiengängen auch nach einer Unterbrechung ihres Studiums problemlos ins Masterstudium gehen können." Keller machte aber auch deutlich, dass die BAföG-Förderstrukturen perspektivisch in Richtung eines elternunabhängigen und zuschussbasierten Studienhonorars weiter entwickelt werden müssten.

Außerdem forderte er die Wiedereinführung des BAföG für Schülerinnen und Schüler an weiterführenden allgemeinbildenden Schulen ab Klasse 10 (Oberstufe an Gymnasien und Gesamtschulen). "Während von 100 Akademikerkindern 88 in die Oberstufe kommen und damit den Weg in Richtung Hochschule einschlagen, sind es bei Nichtakademikerkindern nur 46 von 100. Wer es mit der Chancengleichheit ernst meint und die Studierquote nachhaltig erhöhen will, muss über das Schüler-BAföG neu nachdenken", sagte der GEW-Hochschulexperte.