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Bildungspolitik

BDL verabschiedet Grundsatzposition zu Schulstrukturen in den ländlichen Räumen

„Wir stehen ein für die Schule im ländlichen Raum. Als größter Jugendverband im ländlichen Raum fordern wir den Erhalt von Schulen auf dem Land", fasst Katrin Biebighäuser, stellvertretende Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) den Beschluss der Bundesmitgliederversammlung vom letzten Wochenende zusammen.

Dem Beschluss der BDL-Grundsatzposition „Schulstrukturen in den ländlichen Räumen - gestalten statt aufgeben!" ging eine angeregte Diskussion der Delegierten voraus, die die Bedeutung des Themas Schul- und Bildungspolitik in ländlichen Räumen belegt. „Schule geht uns alle an - die Schließung von Schulen aufgrund geringer SchülerInnenzahlen hat weite Schulwege zur Folge und beraubt die jungen Menschen langfristig ihrer Zukunftsperspektiven", erläutert Katrin Biebighäuser die Problematik. „Zusätzlich kann ohne Schule oftmals kein Kultur- und Vereinsangebot am Ort aufrecht erhalten werden und die Identifikation mit der Heimat geht verloren. All diese Faktoren führen dazu, dass junge Menschen wegziehen und somit die Wirtschaftskraft und auch die Bevölkerungszahlen in den ländlichen Räumen sinken."

Mit seiner Grundsatzposition will der BDL Lösungsmöglichkeiten aufzeigen, um den beschriebenen Problemen begegnen zu können. „Das grundgesetzliche Leitprinzip von der Herstellung der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse muss gewahrt bleiben", fordert Katrin Biebighäuser. „Deshalb fordern wir von der Politik die Bereitstellung von Geldern zur Finanzierung einer flächendeckenden Bildung auf dem Land. Ländliche Räume müssen attraktiv bleiben für junge, gut ausgebildete Familien. Für diese Zukunft auf dem Land kämpft der BDL."

Zusammengefasst fordert der Bund der Deutschen Landjugend:

  • die Bereitstellung eines wohnortnahen, qualitativ hochwertigen Schulplatzes für jedes Kind in den ländlichen Räumen
  • mehr Ausgaben in die flächendeckende Bildung in den ländlichen Räumen
  • die Herstellung rechtlicher Bedingungen durch die Kultusministerien der Länder, um flexible Möglichkeiten zum Erhalt der Schulen vor Ort zu schaffen
  • die zielführende Umsetzung der Beschlüsse der Kultusministerkonferenz
  • bei der Aus- und Weiterbildung von LehrerInnen müssen die Konzepte und Ansätze berücksichtigt werden
  • den Ausbau der Schulforschung für die ländlichen Räume.