Bildungspolitik / Jugendsozialarbeit

Duale Berufsbildung: Erfolgsmodell für Fachkräftesicherung

Eine junge Frau arbeit in der Tischlerwerkstatt an einem Werkstück.
Bild: © Robert Kneschke - fotolia.com

Die duale Berufsbildung müsse sicher stellen, dass sie jungen Menschen ausgezeichnete Entwicklungsmöglichkeiten bietet, betonte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsmininsterium, Thomas Rachel bei einer Veranstaltung des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. Mit der Novelle des Berufsbildungsgesetzes würden wesentliche Verbesserungen eingeführt, die den Erwartungen der Auszubildenden Rechnung tragen.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Thomas Rachel, stellte am 27. Juni 2019 die Bildungspolitik der Bundesregierung auf dem Unternehmerforum des Zentralverbands des Deutschen Handwerks vor. Dabei betonte er: „Das Handwerk leistet einen unschätzbaren Beitrag zur Sicherung der Fachkräfte in unserem Land. Mit zuletzt rund 157.000 betrieblichen Ausbildungsangeboten ist es der zweitgrößte Wirtschaftszweig in der dualen Ausbildung nach Industrie und Handel. Wir wollen, dass die Menschen auch in Zukunft auf ein starkes Handwerk bauen können.

Erfolgsmodell der dualen Berufsbildung weiter stärken

Deshalb werde die Bundesregierung das Erfolgsmodell der dualen Berufsbildung weiter stärken. Man müsse sicher stellen, dass sie jungen Menschen ausgezeichnete Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Diese seien einem Studium absolut vergleichbar, so Rachel weiter.

Auszubildende erwarten Wertschätzung, Ausbildungsbedingungen, die mit der individuellen Lebenssituation gut vereinbar sind, und vielfältige Möglichkeiten, beruflich aufzusteigen. Dem tragen wir zum Beispiel mit einer Novelle des Berufsbildungsgesetzes Rechnung. Wir führen eine Mindestausbildungsvergütung ein und erweitern die Möglichkeiten der Berufsausbildung in Teilzeit. Die berufliche Fortbildung werten wir auf: durch drei einheitliche Fortbildungsstufen und Abschlussbezeichnungen, die auch im Ausland verstanden werden. Das steigert internationale Karrierechancen.

Berufsbildungsgesetz trägt Erwartungen Auszubildender Rechnung

Mit einer modernen Bildungspolitik unterstütze die Bundesregierung die Menschen auch bei neuen Herausforderungen. In Zeiten einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt müssten alle kontinuierlich weiterlernen. Deshalb habe die Bundesregierung die Nationale Weiterbildungsstrategie aufgelegt. Sie sei ein Meilenstein für eine echte Weiterbildungskultur im Land.

Auch viele weitere Initiativen des Bundesbildungsministeriums förderten die Attraktivität der beruflichen Bildung. Dabei setze man auf den Blick für das Bewährte und den Mut zur Innovation und trage engagiert dazu bei, dass die Fachkräftesicherung gelinge, so Rachel weiter.

Das diesjährige ZDH-Unternehmerforum fand unter dem Thema „Fachkräfte für das Handwerk – eine moderne berufliche Bildung garantiert zukunftsfähige Arbeitsmärkte“ statt. Geladen waren rund einhundert Gäste aus Politik und Wirtschaft.

Hintergrund

Das ZDH-Unternehmerforum stand unter dem Thema „Fachkräfte für das Handwerk – eine moderne berufliche Bildung garantiert zukunftsfähige Arbeitsmärkte“. Geladen waren rund einhundert Gäste aus Politik und Wirtschaft.

Weitere Informationen zum Thema berufliche Bildung stehen beim Bundesbildungsministerium zur Verfügung. Dort finden sich auch weiterführende Informationen zur Nationalen Weiterbildungsstrategie. 

In den Fachdebatten wird derzeit über die Novelle des Berufsbildungsgesetzes diskutiert. Gewerkschaften und Fachverbände fordern insbesondere weitergehende Veränderungen in Richtung einer inklusiven Berufsbildung. 

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 27.06.2019

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