Bildungspolitik

Deutschlandstipendium erreicht mehr Studierende

Studenten hören einen Vortrag in einer Vorlesung im Hörsaal.
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Die Zahl der Studierenden, die mit einem Deutschlandstipendium gefördert werden, ist deutlich gestiegen: Im Jahr 2018 wurden bundesweit 27.229 Stipendiatinnen und Stipendiaten mit einem Deutschlandstipendium gefördert. Damit haben die Hochschulen fast 5 Prozent mehr Studierende mit dem Stipendium gefördert als im Vorjahr. Insgesamt konnten rund 28 Millionen Euro privater Förderer für die Hochschulen aktiviert werden. Das geht aus aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts hervor.

Demnach zählt das Statistische Bundesamt mehr als 7.800 private Mittelgeber, die begabte junge Menschen förderten – ein Anstieg um rund 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die von ihnen für das Programm aufgebrachten Mittel erhöhten sich von 26,9 Millionen Euro in 2017 auf 28,1 Millionen Euro in 2018. Fast ein Prozent der Studierenden erhielten 2018 ein Deutschlandstipendium. Bezogen auf den Anteil der geförderten Studierenden im jeweiligen Bundesland liegt das Saarland (rd. 1,6 Prozent) vorn, danach folgen Sachsen (rd. 1,2 Prozent) und Brandenburg (rd. 1,1 Prozent).

Zusätzliche Mittel für vielversprechende Talente

„Das Deutschlandstipendium ist die größte öffentlich-private Bildungspartnerschaft Deutschlands. Es aktiviert zusätzliche Mittel für vielversprechende Talente unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und dem Standort ihrer Hochschule“, so die Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek. „Immer mehr gesellschaftliche Akteure nutzen die Chancen dieses Stipendienprogramms und profitieren von dem lebendigen Netzwerk. Den vielen privaten Mittelgeberinnen und –gebern danke ich für ihr erneut gestiegenes Engagement zu Gunsten vielversprechender Zukunftsgestalter in unserem Land.“

Beim Deutschlandstipendium werden Studierende einkommensunabhängig mit 300 Euro im Monat unterstützt. Die Hälfte davon tragen private Förderer, die andere Hälfte der Bund. Seit der Aufnahme der ersten Stipendiaten im Sommersemester 2011 haben die Hochschulen erfolgreiche Strukturen für die Akquise und Stipendienvergabe aufgebaut. Seit dem Programmstart im Jahr 2011 konnten die Hochschulen bis 2018 insgesamt rund 168 Millionen Euro privater Mittel für das Deutschlandstipendium mobilisieren.

Berücksichtigung gesellschaftlichen Engagements

Bei der Stipendienvergabe berücksichtigen die Hochschulen nicht nur erstklassige Noten, sondern auch gesellschaftliches Engagement, besondere persönliche Leistungen und auch die soziale und familiäre Situation. Dieses ganzheitliche Verständnis des Leistungsbegriffs beim Deutschlandstipendium eröffnet jungen Talenten Bildungschancen.

305 Hochschulen beteiligten sich 2018 am Programm. Die meisten Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten studierten an der TU München (1.179), gefolgt von der Goethe-Universität Frankfurt am Main (1.079) sowie der RWTH Aachen (789). Spitzenreiter bei den Fachhochschulen sind in 2018 die Hochschule Osnabrück (385), die Hochschule Niederrhein (380) und die FH Südwestfalen (295). 35 Prozent der Deutschlandstipendiaten und -stipendiatinnen studierten an Fachhochschulen, was dem Anteil unter den Studierenden insgesamt entspricht.

Weitere Informationen: www.deutschlandstipendium.de

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 03.05.2019