Bildungspolitik

Brandenburgs Jugendminister Rupprecht tritt zurück

Holger Rupprecht hat heute seinen Rücktritt vom Amt des Ministers für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg erklärt. Ministerpräsident Matthias Platzeck sagte dazu: „Ich respektiere die Entscheidung von Holger Rupprecht. Er steht damit zu seinem Wort und zieht die Konsequenz aus einem unbedachten Fehler.“

Rupprecht zog mit seinem Rücktritt die Konsequenzen aus einer Dienstwagen-Affäre, in deren Zusammenhang gegen ihn Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Neuruppin wegen des Verdachts der Vorteilsnahme eingeleitet worden waren. Diese Ermittlungen sind nach Zahlung einer Geldbuße eingestellt worden. Nachfolgerin Rupprechts wird die bisherige Wissenschaftsministerin Brandenburgs, Martina Münch (SPD). 

Platzeck würdigte die Verdienste Rupprechts. Holger Rupprecht war seit 2004 Bildungsminister. Als erfahrener Praktiker habe er sich hohes Vertrauen erworben und eigene Akzente gesetzt. Besonders habe er sich für mehr Qualität in der Bildung engagiert. Platzeck: „Ich danke Holger Rupprecht für seine erfolgreiche Arbeit als Minister in zwei Brandenburger Landesregierungen. Es ist auch Holger Rupprecht zu verdanken, dass der hohe Wert guter Bildung in unserer Gesellschaft fest im öffentlichen Bewusstsein verankert ist. So sind die Verbesserung des Betreuungsschlüssels in den Kitas, die Einführung des Schüler-Bafögs und die Neueinstellung von Lehrern trotz knapper Kassen bleibende Verdienste Rupprechts und ein wichtiger Beitrag für bessere Zukunftschancen der Brandenburger Kinder. Bildung ist und bleibt ein prioritäres Ziel dieser Landesregierung.“ 

Quellen: Staatskanzlei des Landes Brandenburg / Rundfunk Berlin-Brandenburg