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Bildungspolitik

BKJ appelliert an die Verhandlungsführer der Koalitionsgespräche

Auf dem Weg aus der Krise junge Menschen nicht zurücklassen - Kulturelle Bildungschancen nutzen!

Auf dem Weg aus der Krise junge Menschen nicht zurücklassen - Kulturelle Bildungschancen nutzen! Derzeit werden die Weichen für die zukünftige Politik der neuen Bundesregierung gestellt. Der neue Vorsitzende der BKJ, Dr. Gerd Taube, wandte sich deshalb im Namen der 54 Mitgliedsorganisationen mit einem Appell für gerechten Zugang zu Kultureller Bildung an die Beteiligten der Koalitionsgespräche.

Neben den 27 Verhandlungsführern aus CDU, CSU und FDP beraten zehn Arbeitsgruppen über den zukünftigen Koalitionsvertrag. An die Mitglieder der Arbeitsgruppen „Familie, Integration, Kultur und Neue Medien“ und „Bildung und Forschung“ sowie an die so genannte große Koalitionsrunde richtete die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung ihren Aufruf, die jugend-, kultur- und bildungspolitischen Weichen so zu stellen, dass alle Kinder und Jugendlichen an kulturellen Bildungsangeboten ihrer Wahl teilhaben können - in der Schule ebenso wie in der Freizeit an „echten“ Kunst- und Kulturorten.

Die „Kinder der Freiheit“ haben schier unendliche Wahlmöglichkeiten. Die Kehrseite ist ein großer Erfolgsdruck: Junge Menschen spüren angesichts der gegenwärtigen Krise, welche Verantwortung auf ihnen lastet. Ihnen ist bewusst, dass Lebensentscheidungen und Bildungserfolg weit reichende Folgen haben. Ein großer Teil der Jugendlichen fühlt sich aber auch gesellschaftlich abgehängt.

Um diese Herausforderungen bewältigen zu können, müssen Kinder und Jugendliche in der Lage sein, kreativ und spielerisch Lebensentwürfe zu gestalten - trotz und gerade wegen des massiven Drucks. Wir müssen ihnen die Erfahrung ermöglichen, aktiv an der Gestaltung unserer Gesellschaft teilzuhaben! Kulturelle Bildung ist dafür ein unverzichtbares Lernfeld und lebensnotwendiger Spiel-Raum. Im kulturellen Leben einer Gesellschaft werden deren Werte verhandelt - wer daran nicht teilhat, dem fehlen Visionen und Orientierungen. Das ist das Gegenteil von Integration.

Kulturelle Bildung ist Allgemeinbildung mit und in den Künsten. Sie öffnet Welten: mit Tanz und Spiel, Theater und Schreiben, Zirkus und Bildender Kunst, Musik und Medien - die Vielfalt der Praxisformen entspricht den vielfältigen Stärken der Kinder und Jugendlichen. Kunst und Kultur sind Erfahrungsfelder der Vielfalt. In einem künstlerischen Prozess sind Hindernisse und Widersprüche keine Probleme, vor denen man resigniert oder die sich nur gewaltsam lösen lassen, sondern Brücken zu neuen Möglichkeiten und anderen Sichtweisen. Unsere Kinder wachsen in medial geprägten Lebenswirklichkeiten auf. Kulturelle Medienbildung begleitet sie, kompetente Nutzer und Gestalter medialer Kommunikation zu werden. Junge Menschen wollen sich engagieren, wollen mitgestalten. Kunst und Kultur bieten ihnen dafür Experimentierfelder - dies zeigt das hohe Interesse an freiwilligem Engagement im Kulturbereich, insbesondere am FSJ Kultur.

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