Bildungspolitik

Bildungsministerium zum Ausbildungsmarkt 2019: Berufsausbildung bietet beste Zukunftsperspektiven

Ein Lehrer zeigt seinen Schülern etwas technisches in der Berufsschule.
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Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat heute die Ausbildungsbilanz 2019 vorgestellt. Nach Ansicht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eröffnet eine Ausbildung jungen Menschen in Deutschland vielfältige Perspektiven.

Im vergangenen Ausbildungsjahr wurden 525.100 Verträge neu abgeschlossen. Das sind 6.300 weniger als im Vorjahr. Damit ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge rückläufig. Das sind zentrale Ergebnisse der Analysen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zur Entwicklung des Ausbildungsmarkes im Jahr 2019.

Weniger Schulabgänger, mehr Studierende

Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Der demographische Wandel und seine Auswirkungen werden mehr und mehr am Ausbildungsmarkt spürbar. Dies trifft auch die Hochschulen. Denn die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger ist ebenfalls zurückgegangen. Diese Entwicklungen folgen auf die insgesamt zurückgehende Zahl von Schulabgängern. Gleichzeitig entscheiden sich junge Menschen verstärkt für ein Studium. Deshalb arbeiten wir daran, die berufliche Bildung noch attraktiver zu machen. Und wir haben schon vieles erreicht: Wir haben zum Beispiel die Mindestausbildungsvergütung eingeführt und Fortbildungsabschlüsse besser sichtbar gemacht. Eine Ausbildung eröffnet jungen Menschen in Deutschland vielfältige Perspektiven. Wer in Deutschland eine Ausbildung beginnt, erhält ein gutes Rüstzeug für einen erfolgreichen Start in eine gute berufliche Zukunft.“

Zum Hintergrund

Die BIBB-Erhebung über die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge wird jährlich in Zusammenarbeit mit den für die Berufsausbildung zuständigen Stellen durchgeführt. Dabei werden die Ausbildungsverträge berücksichtigt, die in der Zeit vom 1. Oktober des Vorjahres bis zum 30. September des Erhebungsjahres neu abgeschlossen wurden.

Der Erhebung zufolge ist das Ausbildungsangebot in diesem Jahr um 1,8 Prozent auf 578.200 Ausbildungsplätze zurückgegangen (Vorjahr: 589.100). Gleichzeitig gab es 549.600 Bewerberinnen und Bewerber (Nachfrage)(2018: 556.000). Die Zahl noch offener Ausbildungsstellen ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 Prozent auf 53.100 gesunken, die Zahl der unversorgt gebliebenen Bewerber liegt konstant bei 24.500 Personen.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 11.12.2019

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