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Bildungspolitik

Aktionsbündnis gegen Studiengebühren warnt vor weiterer Verwirtschaftlichung der Bildung

Mit der neu gewählten Bundesregierung aus CDU und FDP steht das Bildungssystem aus Sicht des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren (ABS) vor einer harten Herausforderung.

„In den Parteiprogrammen ist von flexiblen und autonomen Hochschulen die Rede. Es geht darum, die Schulen und Hochschulen voneinander zu differenzieren und in einen Scheinwettbewerb zu stellen. Dabei ist das Ziel der neuen Koalition nicht eine offene, freie Bildung; stattdessen sollen die Bildungsinstitutionen stärker wirtschaftlichen Interessen verpflichtet werden.

„Der in allen Bereichen vorangetriebene Sozialabbau findet so auch im Bildungssektor statt“, kritisiert Alexander Lang, Sprecher des ABS.

„Die Forderung nach gleichen Bildungschancen, unabhängig von der sozialen Herkunft in den Parteiprogrammen ist blanker Hohn! CDU und FDP sind starke Befürworter von Studiengebühren, die soziale Selektion verstärken und Bildungsbarrieren aufbauen“, ergänzt Christina Schrandt, auch Sprecherin des Bündnis.

In die gleiche Kerbe schlägt die Hoschulrektorenkonferenz mit ihrer gestrigen Presseveröffentlichung zur Bundestagswahl: Die soziale Situation der Studierenden sei „nach wie vor nicht ausreichend gesichert“, wird HRK-Präsidentin Wintermantel darin zitiert. „Diese Feststellung zu tätigen und gleichzeitig Studiengebühren zu befürworten ist reiner Zynismus“, kommentiert Lang die Veröffentlichung.

Auch die Ergebnisse der Landtagswahlen in Schleswig-Holstein verheißen aus Sicht des ABS nichts gutes: Mit dem Wechsel zu einer schwarz gelben Regierung stehe im letzten gebührenfreien Bundesland die Einführung von Studiengebühren bevor. „Aber das wollen und werden wir nicht hinnehmen! Studiengebühren bedeuten soziale Selektion und diese gilt es bis zum letzten zu verhindern!“ verkündet Schrandt. 

Quelle: Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren (ABS)