Sie sind hier: Startseite  Politik

Politik

Tarifrunde 2011 im öffentlichen Dienst der Länder: Gewerkschaften fordern fünf Prozent

Eine lineare Gehaltserhöhung von drei Prozent und einen Sockelbetrag von 50 Euro fordern ver.di, Gewerkschaft der Polizei (GdP), Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie dbb-Tarifunion in der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder 2011.

Das entspricht einer durchschnittlichen Gehaltserhöhung von fünf Prozent. "Das ist eine Forderung mit Augenmaß. Mit den Gehaltszuwächsen werden die gestiegenen Lebenshaltungskosten aufgefangen und die Beschäftigten haben am wirtschaftlichen Aufschwung teil", sagte GEW-Tarifexpertin Ilse Schaad am Dienstag während einer Pressekonferenz in Berlin. Sie wies darauf hin, dass damit auch dem Nachholbedarf der Landesbediensteten gegenüber den bei Bund und Kommunen Beschäftigten Rechnung getragen werde. 

Schaad machte deutlich, dass der Abschluss einer Länder-Entgeltordnung, insbesondere für Lehrkräfte einen hohen Stellenwert für die GEW habe. "Die Hängepartie von 2006 muss endlich beendet werden. Das ist auch im Interesse der Länder: Sie müssen den Nachwuchs für den Lehrerberuf sicher stellen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt für Lehrkräfte spitzt sich immer mehr zu, wir steuern sehenden Auges auf einen dramatischen Lehrermangel zu. Nur wenn Arbeitsbedingungen und Gehalt stimmen, werden sich wieder mehr junge Menschen für den schönen Beruf des Lehrers entscheiden", unterstrich Schaad. Sie kündigte an, dass die GEW im Vorfeld der Tarifrunde eine Kampagne zur Sicherung des Lehrernachwuchses starten werde.  

Auftakt der Tarifrunde ist am 4. Februar 2011.

Herausgeber: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft